KinderwunschTage 2018 in Köln

Das Geschäft mit der Unfruchtbarkeit (KinderwunschTage 2018 in Köln)

  • Profitmacherei mit Eizellspende, Leihmutterschaft und Co.
  • Messe Kinderwunsch Tage bietet seriöse Beratung

Berlin, 26.06.2018.

Etwa jedes siebte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Um sich den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen, begeben sich viele von ihnen auf eine häufig langwierige, nervenaufreibende und finanziell belastende Reise. Gelangen Frauen an den Punkt, an dem ihnen Methoden wie künstliche Befruchtung nicht mehr helfen können, sehen viele in einer Eizellspende oder dem Engagieren einer Leihmutter ihre letzte Chance. Da beide Verfahren in Deutschland per Embryonenschutzgesetz verboten sind, bleibt ihnen nur der Weg ins Ausland.

Dubiose Geschäftemacherei

Im Ausland müssen sich die Paare dann auf einem ungeregelten und unübersichtlichen Markt zurechtfinden und mühsam nach Informationen suchen. Welche Angebote sind seriös, welche von schwarzen Schafen? Online lässt sich alles finden – Frauen, die ihre Eizellen zum Verkauf anbieten oder sich selbst als Leihmutter. Auch Firmen schlagen Profit aus der Verzweiflung von Kinderwunschpaaren und locken mit unrealistischen Versprechen wie einer Schwangerschaftsgarantie.

Informationsforum Kinderwunsch Tage

Seriöse und neutrale Hilfe bekommen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zum Beispiel auf der Messe Kinderwunsch Tage. Dort können sie spezialisierte Mediziner, Klinikärzte und Therapeuten aus der ganzen Welt treffen und mehr über nationale und internationale Behandlungsmöglichkeiten, ergänzende Therapien, neueste Fertilitätsprodukte und – technologien erfahren und sich auch rechtlich beraten lassen. Die Messe bietet zudem Raum, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und mit Psychologen und Therapeuten zu sprechen, die auf das Thema spezialisiert sind.

„Wir haben die Messe ins Leben gerufen, um Betroffenen einen geschützten Rahmen zu bieten, in dem sie neutrale Hilfe und Informationen erhalten“, so David McAllister, Initiator der KinderwunschTage. „Wir möchten Paare davor bewahren, Betrügern zum Opfer zu fallen, die ihnen unrealistische Versprechungen machen und sie viel Geld kosten. Bei unseren Ausstellern sind uns Seriosität und Aufrichtigkeit sehr wichtig.“ Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in Berlin finden die Kinderwunsch Tage am 13. und 14. Oktober erstmalig in Köln statt.

Unterstützt wird die Messe von den renommierten Kinderwunschzentren Oregon Reproductive Medicine, IVF Spain und IVI. Messeinformationen und das Seminarprogramm finden Sie auf https://www.kinderwunsch-tage.de.

Hier geht´s zu den kostenlosen Tickets:


Aufklärung des Eizellspenden-Kindes

Aufklärung des Eizellspenden-Kindes?

Diese Frage stellt sich allen glücklichen Eltern, die es geschafft haben, durch eine Eizellspende sich den Traum vom Wunschkind erfüllt zu haben.

Doch sie ist leider nicht einfach zu beantworten, denn eigentlilch fängt dies schon im Vorfeld der Behandlung an. Für viele Paare ist die Anonymität sehr wichtig, niemand soll etwas erfahren. Die Behandlungsreisen werden mit einem Wochenendtrip oder einem Urlaub erklärt.

Macht es dieses Verhalten für die Eltern noch schwieriger? Wahscheinlich Ja.

Viele Eltern benötigen hier Unterstützung. Es gibt Therapeuten, die hier helfen wollen oder können, sogar Bücher gibt es schon zu diesem Thema.

Kliniken beschäftigen sich auch mit diesem Thema:

Sollte Sie Ihrem Kind etwas über die Eizellspende sagen oder nicht?

Die wichtigste Frage ist die, ob Sie Ihrem Kind überhaupt erzählen, dass es ein „Eizellspende-Kind“ ist. Hätte man die freie Wahl, auf welchem Wege man ein Kind bekommt, würde man sich vermutlich niemals als allererstes für eine Eizellenspende entscheiden, aber man die Sache auch sehr positiv sehen.  Im Gegensatz zu vielen Kindern, die ohne ärztliche Hilfe gezeugt wurden, kann sich jedes mithilfe einer gespendeten Eizelle geborene Kind ganz sicher sein, dass es ein absolutes Wunschkind ist. Die Eltern solcher Kinder haben in aller Regel einen stark ausgeprägten Kinderwunsch gehabt und haben unzählige Hürden und Barrieren überwunden, um diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Kinder, die ihr Leben einer Eizellspende verdanken, werden in den meisten Fällen außerordentlich wertgeschätzt und zutiefst geliebt. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass diese Kinder bei guter seelischer und körperlicher Gesundheit heranwachsen, während ihrer gesamten Kindheit von ihren Eltern kompetent unterstützt werden, stabile Beziehungen zu anderen Menschen entwickeln und lernen, das Beste aus ihrem Leben zu machen.

https://scanfert.com/de/ei/mutterschaft_nach_eizellspende/was_sagen_sollte/

Doch für viele Eltern ist der Austausch mit Paaren notwendiger und zielführender als alle anderen Angebote. Daher haben wir im Forum (www.eizellspende.de/forum) einen geschützten Bereich geschaffen, wo dieser Austausch über die Aufklärung ungestört möglich ist.

 

 


Deutsche möchten mehr Wahlfreiheit in der Kinderwunschmedizin

Deutsche möchten mehr Wahlfreiheit in der Kinderwunschmedizin

• Hohe gesellschaftliche Akzeptanz für Kinderwunschbehandlungen
• Wunsch nach Gleichstellung lesbischer Paare
• Mehrheit für Legalisierung der Eizellspende

Die Bevölkerung in Deutschland unterstützt mehrheitlich eine größere Wahlfreiheit in der Kinderwunschbehandlung – bei der Anwendung medizinischer Verfahren ebenso wie in der Frage, in welchen Lebenssituationen Frauen behandelt werden dürfen. Dies sind zentrale Erkenntnisse der aktuellen, repräsentativen VivaNeo-Kinderwunschstudie.
Die Studie dokumentiert neben der Einstellung der Gesamtbevölkerung zur Reproduktionsmedizin auch gezielt die Meinung von Menschen mit Kinderwunsch, die nicht auf natürlichem Wege schwanger werden können. Befragt wurden dabei sowohl heterosexuelle Paare mit Fruchtbarkeitsstörungen als auch Singlefrauen und Frauen in einer lesbischen Partnerschaft, die beispielsweise auf Samen- oder Eizellspende angewiesen sind.

Künstliche Befruchtung kein Tabu

Gesellschaftlich ist die Erfüllung eines Kinderwunsches durch künstliche Befruchtung heutzutage breit akzeptiert. Fast 80 Prozent der Bevölkerung finden es positiv, wenn Betroffene offen mit dem Thema Fertilitätsstörung umgehen. Auch nicht-traditionelle Familienformen mit Kinderwunsch werden akzep-tiert. 56 Prozent meinen, homosexuelle Paare sollten die gleichen medizinischen Möglichkeiten haben wie heterosexuelle Paare, und 46 Prozent möchten auch Singlefrauen bei der Kinderwunsch-behandlung gleichgestellt sehen.
Eine ebenso breite Mehrheit (80 Prozent) hält es für richtig, dass Krankenkassen grundsätzlich die Kosten von künstlicher Befruchtung übernehmen. Lediglich 20 Prozent sind der Meinung, eine In-vitro-Fertilisation sei eine persönliche Entscheidung und solle privat finanziert werden.

Babywunsch bei Singles und Lesben akzeptiert

In der Umfrage sprachen sich 54 Prozent dafür aus, die verfügbaren medizinischen Möglichkeiten, um Paaren zu einem Kind zu verhelfen, auszuschöpfen. Die Mehrheit der Befragten, 70 Prozent, ist der Meinung, dass sich die deutsche Gesetzgebung an EU-Ländern mit weniger Einschränkungen in der künstlichen Befruchtung orientieren solle. 60 Prozent finden, dass Kinderwunschbehandlungen bei lesbischen Paaren erlaubt sein sollten, und rund die Hälfte befürwortet die Behandlung von Singlefrauen.
Mit Blick auf Verfahren, die derzeit in Deutschland nicht zulässig sind, unterstützen mehr als zwei Drittel der Gesamtbevölkerung eine Legalisierung der Eizellspende. Innerhalb der Gruppe der Singles und Lesben plädieren sogar 90 Prozent für die Zulassung von Eizellspenden, rund 85 Prozent sind für die Legalisierung von Kinderwunschbehandlungen bei Alleinstehenden und gleichgeschlechtlichen Paaren.

Schwangerschaftsraten in IVF-Zentren

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland rund 63.000 Frauen künstlich befruchtet.2 Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft bei einer 35-jährigen Frau beträgt durchschnittlich 36 Prozent pro Behand-lungszyklus. Damit erzielt die Reproduktionsmedizin im Durchschnitt gleich hohe beziehungsweise höhere Schwangerschaftsraten als bei der natürlichen Befruchtung.
Allerdings sind den Ärzten bei bestimmten Ursachen von Fertilitätsstörungen und speziellen Patien-tengruppen die Hände gebunden. Während beispielsweise bei Unfruchtbarkeit des männlichen Partners eine Samenspende infrage kommt, ist bei Infertilität der Frau eine Eizellspende in Deutschland verboten. Noch schwieriger gestaltet sich die Familienplanung in nicht-traditionellen Lebensformen: Kinderwunschbehandlungen von Singlefrauen und von lesbischen Paaren sind in Deutschland nicht erlaubt.

Medizinische Möglichkeiten im Ausland

Es überrascht daher wenig, dass mehr als die Hälfte der direkt Betroffenen (55 Prozent) das Verbot bestimmter Behandlungsmethoden in Deutschland als größte Barriere für die Erfüllung ihres Kinder-wunsches sehen. 64 Prozent ziehen eine Therapie im Ausland in Erwägung; unter den lesbischen Paaren sind es sogar 90 Prozent.
Die Gesellschaft verurteilt dies nicht, sondern zeigt sich verständnisvoll: 51 Prozent der Bevölkerung finden ein solches Verhalten „nachvollziehbar und richtig“, weitere 38 Prozent halten es für zwar falsch, aber doch „nachvollziehbar“.
„Man kann die Studienergebnisse so interpretieren, dass die aktuellen Rahmenbedingungen für die assistierte Befruchtung (ART) in Deutschland die gesellschaftlichen Entwicklungen für Familienplanung nicht mehr vollständig abbilden“, sagt Sebastian Ahrens, CEO der VivaNeo-Gruppe. „Gerade weil die generelle medizinische Behandlungsqualität hierzulande so hoch ist, halten wir eine Diskussion über die Gesetzeslage vorhandener Therapieoptionen für sinnvoll.“


Neue Forumssoftware

www.eizellspende.deDas Forum von www.eizellspende.de geht mit einer neuen Forumssoftware für alle Kinderwunsch-Paare in die Zukunft.

www.eizellspende.de ist die größte deutschsprachige Website rund um das Thema Eizellspende, der Fokus liegt aber nicht ausschließlich auf der Eizellspende, es geht allgemein um den unerfüllten Kinderwunsch.
Nachdem wir jahrelang das Forum von Simple Machines Forum hatten, mussten auch wir die Weichen für die Zukunft stellen. Daher war es notwendig, dass wir das Forum zukunftsweisend ausrichten. Allerdings sollte dies ohne viel Umgewöhnung der Forumsmitglieder stattfinden, ein Spagat, der nicht leicht war, aber trotzdem fast gelungen ist. Es ist speziell für Kinderwunsch-Paare gestaltet.

Als Software haben wir nun „vBulletin“, eine Forumssoftware, die schon seit Jahren sehr stabil läuft und trotzdem immer wieder mit neuen Ideen aufwartet.

Neuerungen:

Es gibt nun ein paar Neuerungen, die das Forum attraktiver und interessanter machen soll:

  • Das Forum ist auf allen Geräten nutzbar, egal ob PC, Notebook, Tablett oder Handy. Die Auflösung ist für alle Geräte konfiguriert und kann daher auf allen geräten gleichermaßen genutzt werden
  • Es gibt einen Blog, d.h. jeder der möchte, kann seinen eigenen Blog im Forum veröffentlichen und auch pflegen. So können die Forumsmiglieder und/oder Kliniken die Forumsmitglieder auf dem Laufenden halten.
  • Es gibt die Möglichkeit, Gruppen zu gründen. Die Gruppeninhalte können, wenn gewünscht vor der Öffentlichkeit verborgeb bleiben, daher ist ein geschützter Austauscch jederzeit möglich. Es besteht hier die Möglichkeit, dass zu der geschlossenen Gruppe eingeladen werden muss, so dass nicht jeder dort Mitglied werden kann. Diese Funktion wird bereits genutzt.

In diesem Zuge haben wir 3 Ärzte gewinnen können, welche die Forumsmitglieder mit Fachwissen unterstützen. Diese Ärzte sind:

  • Dr. Oliver Pack, IVF Spain
  • Dr. Lucie Zahradníková, Klinik Gynem
  • Dr. Flavia Rodríguez, Klinik Eugin

Wir hoffen, dass wir mit diesem Schritt die richtige Richtung eingeschlagen haben und das Forum auf www.eizellspende.de weiterhin ein attraktiver Ort zum Austausch über die Eizellspende und den unerfüllten Kinderwunsch bleibt.


IVF Spain: Wenn Infertilität zur Männersache wird

Wenn Infertilität zur Männersache wird

Der Anteil der Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist beträchtlich.

Die männliche Infertilität gilt als gegeben, wenn nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne Empfängnis eines Kindes ein vollständiger Test des Paares zeigt, dass die Ursachen der Unfruchtbarkeit auf den Mann zurückzuführen sind.

Heutzutage ist das, was für Männer immer ein Tabuthema war, normal geworden, da festgestellt wurde, dass der Prozentsatz männlicher Unfruchtbarkeit mit dem der Frauen vergleichbar ist. Trotz der gegenwärtigen Offenheit und der Versuche, das allgemeine Bewusstsein dafür zu schärfen, gibt es immer noch viele falsche Informationen zu diesem Thema.

Laura van OSHeute sprechen wir mit Laura Van Os, Embryologin bei IVF Spain, die uns einen tiefen Einblick in die Welt der männlichen Unfruchtbarkeit und die Lösungen, die die Reproduktionsmedizin bietet, geben wird.

Wie viele Patienten wissen nicht, dass ihr Fruchtbarkeitsproblem ganz oder teilweise am männlichen Partner liegt?

„Der Anteil der Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist beträchtlich. Manchmal kommen Männer in unsere Klinik mit einer Reihe von gescheiterten Zyklen, in denen die Eizellqualität gut zu sein schien. Das lässt vermuten, dass etwas mit dem Sperma nicht stimmt. Wenn die Samenprobe in der Tiefe analysiert wird, stellt sich manchmal heraus, dass es ein molekulares Problem gibt, das ihre Unfruchtbarkeit verursacht.

Das wissen wir auch aus Erfahrung mit Patienten, die sich einer Eizellspende unterziehen. Es gibt viel Spender mit nachgewiesener Fruchtbarkeit, von denen wir sicher sind, dass wir gute Ergebnisse erwarten können. Wenn wir jedoch Eizellen mit diesen vermutlich defekten Samenproben befruchten, können wir feststellen, dass sie wesentlich schlechtere Ergebnisse liefern als erwartet.

Was ist der Unterschied zwischen einer Standard-Samenanalyse und des fortgeschrittenen Spermiogramm, das IVF Spain anbietet?

In einem Standard-Spermiogramm werden die in allen Andrologieeinheiten durchgeführten Basisanalysen auf Konzentration, Motilität und Form der Samenzellen überprüft. Dies gibt uns einen ersten Einblick in die Qualität des Spermas. In einem fortgeschrittenen Spermiogramm gehen wir einen Schritt weiter und überprüfen nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Samenzellen, sondern testen auch die molekularen Eigenschaften des Spermas.

Welche anderen Aspekte des Spermas werden in einer fortgeschrittenen Samenanalyse überprüft?

In einer fortgeschrittenen Samenanalyse wird eine DNA-Fragmentierung durchgeführt und die Apoptose getestet. Dies sind Tests, die durchflusszytometrisch durchgeführt werden. Die DNA-Fragmentierung der Samenzellen misst den Schaden im genetischen Zellkern. Hohe Fragmentierungswerte weisen darauf hin, dass die Fähigkeit der Samenzellen zur erfolgreichen Befruchtung einer Eizelle beeinträchtigt ist. Die Apoptose misst die Vitalität der Samenzellen. In dem Fall, dass ein hoher Prozentsatz von apoptotischen Spermazellen vorhanden ist, müssen diese Zellen aus der Probe entfernt werden, bevor die Befruchtung induziert wird.

Welchen Einfluss hat dies auf eine Schwangerschaft?

Wenn die Ergebnisse der molekularen Tests zeigen, dass die Probe verändert ist, gibt es spezifische Techniken, die wir im Labor anwenden können, um die gesunden Samenzellen, die nicht molekular geschädigt sind, für die Befruchtung auszuwählen und somit die Befruchtungsraten und damit auch das Ergebnis des Zyklus zu verbessern.