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Klinik Tambre: Eizellspende – Meine einizge Chance auf ein Baby

Jana (31) und Mark (35), Patienten der Kinderwunschklinik Tambre, erzählen ihre Geschichte.

Eizellspende – Meine einizge Chance auf ein BabyMein Mann und ich hatten schon seit einigen Jahren einen Babywunsch. Eigentlich gleich nachdem wir geheiratet hatten. Wir hatten alles genau geplant. Karriere, Hochzeit, Hausbau, Kinder… Wie man das eben so macht. Doch man hatte uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wir versuchten auf natürlichem Wege schwanger zu werden, doch als ich nach ein paar Monaten immer noch nicht schwanger war, erzählte ich meinem Frauenarzt davon. Doch er sagte, ich solle erstmal abwarten, das würde schon klappen, ich sei ja noch jung. Als ich aber über ein Jahr später immer noch nicht schwanger war, suchten wir ein Kinderwunschzentrum auf und dann kam die Schockdiagnose: Vorzeitige Menopause und das mit 30 Jahren

Die Ärzte in Deutschland sagten mir, dass ich niemals eigene Kinder haben könnte. Das war ein Schock für mich, wir hatten uns alles so schön ausgemalt.  Doch ich war davon überzeugt, dass es das noch nicht gewesen sein konnte und deswegen habe ich mich weiter informiert. Im Internet fand ich einen Hoffnungsschimmer: Eizellspendebehandlungen im Ausland

Erst wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Es wäre schließlich genetisch gesehen nicht mein Kind. Ich wollte Mark aber so gerne ein Kind schenken und schnell war klar, dass wir es versuchten wollten.

Wir haben uns für Spanien entschieden, das Land Nummer 1 in der Reproduktionsmedizin. Wir wollten nichts dem Zufall überlassen und so recherchierten wir gemeinsam die besten spanischen Kinderwunschzentren. Letztendlich haben wir uns für die Kinderwunschklinik Tambre in Madrid entschieden. Der Grund dafür war vor allem die jahrezehntelange Erfahrung der Ärzte. Über 40 Jahre arbeiten und forschen sie schon auf dem Gebiet der künstlichen Befruchtung. Die Erfolgsraten waren sehr beeindruckend und sind die besten in ganz Spanien. Das wog uns in Sicherheit. Genauso wie das Eizellspendeprogramm, das bis ins letzte Detail optimiert ist. Tambre besitzt eine eigene Spenderbank und kümmert sich sehr gut um die jungen Frauen.

Die Eizellspenderinnen werden auf alle möglichen körperlichen, genetischen und psychologischen Erkrankungen getestet. Mit Hilfe eines Gesichtserkennungssystems wird die passende Spenderin ausgewäht. So konnte sichergestellt werden, dass das Baby später die größtmögliche Ähnlichkeit mit uns hatte. Das war vor allem mir sehr wichtig. Die Technologien, auf die das Kinderwunschzentrum setzt, sind wirklich die neusten auf dem Gebiet.

 Nach langer Recherche, haben einfach einmal eine E-Mail geschrieben und innerhalb weniger Stunden hatten wir auch schon eine Antwort. Wir hatten so viele Fragen, doch unsere Patientenbetreuerin half uns bei allem und unterstützte uns sehr – und das sogar auf Deutsch. Nach einigen Telefonaten waren wir uns einig, dass dies unsere Klinik sein würde. Also flogen wir kurzerhand nach Madrid und besuchten Tambre für eine Erstvisite vor Ort.

Alle waren sehr freundlich und wir fühlten uns gleich sehr wohl. Die Beratung war erstklassig und ich wurde auch schon untersucht und es wurden einige Tests durchgeführt. Wieder zuhause, hatten wir täglichen Kontakt mit unserer Betreuerin, die mich immer an die Medikamente erinnerte. Nach 2 Monaten hatten wir dann unseren Termin zum Transfer in Madrid. Der Transfer dauerte nur wenige Minuten und war überhaupt nicht schmerzhaft. Ich habe es kaum gemerkt. Als wir noch am selben Tag wieder nach Hause fliegen konnten, waren wir sehr beeindruckt davon, wie schnell alles ging. Es war alles sehr einfach und gut erklärt. Wir wussten zu jedem Zeitpunkt, was passiert und was die nächsten Schritte sind. Die Betreuung war wirklich super.

10 Tage später konnten wir einen Schwangerschaftstest bei meinem Frauenarzt durchführen lassen. Ich glaube, das waren die längsten 10 Tage meines Lebens. Doch es hatte sich gelohnt, ich war wirklich schwanger – gleich beim ersten Mal.

Wir konnten es nicht glauben, wir waren überglücklich. Und nun, sitzen wir hier in unserem Haus mit unserem kleinen Sonnenschein. Es ist wirklich unglaublich. Wir haben gelernt, dass man wohl nicht alles im Leben planen kann, doch am Ende wurde zum Glück alles gut.

Wenn auch Sie Probleme haben, schwanger zu werden, kontaktieren Sie uns gerne hier und lassen Sie sich von unseren Spezialisten beraten.


Wie wählt die Kinderwunschklinik Tambre ihre Eizellspenderinnen aus?

Das Fachpersonal erzählt uns wie dieser strenge Prozess abläuft.

In der Kinderwunschklinik Tambre stehen die Patienten und ihre Wünsche rund um ihren Kinderwunsch immer an erster Stelle. Daher folgen alle Behandlungen einem strengen und sorgfältigen Protokoll, um stets die besten Ergebnisse und Garantien zu erzielen.

Eine dieser Behandlungen, die sich viele Paare und alleinstehende Frauen unterziehen, um schwanger zu werden, ist die Eizellspendebehandlung. Diese Technik ermöglicht zukünftigen Müttern, einen Embryo durch die Spende einer Eizelle einer anderen Frau zu erschaffen, da sie selbst nicht schwanger werden können. Diese Behandlung ist gehört zu denen mit den höchsten Erfolgsgarantien, aber wie wählt die Kinderwunschklinik Tambre ihre Spenderinnen aus?

Es ist ein sehr strenger Prozess, da es für Eizellspende-Patientinnen sehr wichtig ist, dass sie ein gesundes Baby zur Welt bringen, das den Eltern so ähnlich wie möglich sieht. Frauen, die beschließen, ihre Eizellen in der Clínica Tambre zu spenden, müssen eine Reihe hoher Anforderungen erfüllen. Tatsächlich werden viele Spenderinnen bei der Auswahl abgelehnt.

An diesem Prozess der Eizellspenderinnenauswahl sind mehrere Abteilungen der Clínica Tambre beteiligt. In diesem Artikel erklärt das Fachpersonal der verschiedenen Bereiche ihre Rolle in diesem wichtigen Prozess.

Maribel Carrasco, Krankenschwester

Die Krankenpfleger sind die ersten, die die zukünftigen Spenderinnen kennenlernen. Sie erfassen ihre Krankengeschichte und begleiten sie während des gesamten Prozesses. Zudem werden sie vor und nach der Eizellpunktion untersucht, um sicherzustellen, dass die Eizellen für die Behandlung geeignet sind. „Die Pflegeabteilung garantiert, dass es sich bei der Spende um einen anonymen und altruistischen Prozess handelt, bei dem die Identität der Spenderin nie preisgegeben wird“, erklärt Maribel. In der Regel sind es Frauen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren, die sich für die Eizellspende entscheiden, kaukasische Patientinnen und viele von ihnen sind Universitätsstudentinnen.

Dr. Silvia Moreno, Psychologin

Um sicherzustellen, dass der psychische Zustand der Spenderinnen sowie ihre psychologische Familiengeschichte gesund und positiv sind, durchlaufen sie ein strukturiertes diagnostisches Interview. Dieser psychologische Test garantiert auch die Sicherheit der Spenderin bei ihrer Entscheidung und verwirft die Übertragung von Störungen oder wichtigen Anomalien im zukünftigen Baby. Eine Frau wird vom Spendeprozess ausgeschlossen, wenn ein familiärer oder psychologischer Hintergrund, Vorstrafen oder Konsum toxischer Substanzen festgestellt werden, die genetisch vererbt sein oder die Qualität ihrer Gameten beeinträchtigen könnten.

Dr. Moreno berichtet, dass zusätzlich zu dem strukturierten Interview ein vollständiger Persönlichkeitstest durchgeführt wird, der objektiv dazu dient, schwerwiegende Störungen festzustellen, die erblich bedingt sein oder die Qualität der Eizellen verändern könnten.

Die Psychologin sagt auch, dass der Grund für die Spende in der Regel der Wunsch ist, anderen Frauen oder Paaren zu helfen, ihren Traum von einer Familie zu verwirklichen.

Dr. Elena Santiago, Gynäkologin und Fertilitätsspezialistin

Nach diesen ersten Schritten wird eine vollständige gynäkologische Untersuchung durchgeführt. Anschließend werden sie einer allgemeinen Gesundheitsanalyse unterzogen, die sexuell übertragbare Krankheiten sowie die Karyotyp-Bestimmung und eine genetische Untersuchung rezessiver Mutationen umfasst. Dr. Santiago teilt uns mit, dass es die Möglichkeit gibt, die Studie auf mehr als 300 Gene zu erweitern, die an rezessiven Erkrankungen beteiligt sind (genetisches Matching), um den Spender mit dem männlichen (Partner- oder Samenspender) zu vergleichen und auszuschließen, dass sie dieselben Mutationen aufweisen und daher das Risiko, dass ein Kind von einer solchen Krankheit betroffen ist, auf das Maximum zu reduzieren.

Susana Cortes, Laborleiterin

Im Labor führen wir alle erforderlichen Analysen und genetischen Tests durch, um sicherzustellen, dass die empfangende Mutter die Eizellen von der anonymen Spenderin erhält, die ihren körperlichen Eigenschaften am ehesten entsprechen und gleichzeitig die Möglichkeit der Übertragung einer Krankheit vollständig verhindern.

Wenn wir die Spenderin ausgewählt haben und die Eizellspendebehandlung beginnt, verwenden wir die Spermaprobe des Partners oder Samenspenders und befruchten die erhaltenen Eizellen im Labor. Nach der Befruchtung überwachen wir sorgfältig die Embryoentwicklung, bis sie den Blastozystenstatus erreicht (nach 5 oder 6 Tagen). Embryologen wählen dann den Embryo mit der besten Qualität für den Transfer aus. Wenn noch Embryonen mit guter Qualität übrig sind, frieren wir sie ein, um sie zu konservieren.

Dank der Bemühungen des medizinischen Teams von Tambre und der Hilfe der jungen und gesunden Eizellspenderin kann die Frau, die aus verschiedenen medizinischen Gründen nicht alleine schwanger werden kann, anonyme Eizellen erhalten und damit ihr Ziel erreichen, Mutter zu werden.

Von links nach rechts: Dr. Elena Santiago, Maribel Carrasco, Krankenschwester, Susana Cortes, Laborleiterin und Dr. Silvia Moreno, Psychologin bei Clínica Tambre.

Klinik Barcelona IVF

Klinik Barcelona IVF

Die Klinik Barcelona IVF ist eine Fertilitätsklinik mit einem langjährig erfahrenen Spezialistenteam im Bereich der künstlichen Befruchtung, das sich zum Ziel gesetzt hat, maximale Qualität sowohl in der Diagnose als auch in der Sterilitätsbehandlung zu bieten. Sie möchte damit den Kinderwunschpaaren helfen, auf dem langen Weg doch noch zum Ziel zu kommen und ihr Wunschkind in den Händen halten zu können

Dafür nutzen wir die neuste Technologie in unserem Labor für In Vitro Befruchtung sowie die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Fruchtbarkeitsforschung. Insbesondere legen wir großen Wert auf eine individuelle Betreuung, die den gesamten Prozess bis hin zur Schwangerschaft noch persönlicher macht.

In Barcelona IVF sind Patienten unsere Priorität und deshalb bieten wir während des gesamten Prozesses einen persönlichen Ansperchpartner. Wir pflegen eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu unseren Patienten, um den Stress und die emotionale Belastung während der Behandlung zu reduzieren. Vom ersten Kontakt mit der Klinik haben die Patienten einen Artz und eine persönliche Assistentin, die die gesamte Fruchtbarkeitsbehandlung verfolgen und alle ihre Zweifel lösen werden. Unser Ziel ist nicht nur eine Schwangerschaft, wir möchten, dass Sie sich immer begleitet fühlen. Wir sehen Sie nicht nur als Patienten, sondern als Menschen, und unsere Aufgabe ist es, Ihnen zu helfen.

Unser Zentrum hat exzellente Ergebnisse. Wir verfügen über ein Labor für künstliche Befruchtung von hoher Qualität, in welchem die neuste Technologie angewandt wird:

welche wir in über 95% der Embryotransfers anwenden. Dadurch wird ein höchstes Niveau an Qualität erreicht, um die besten Schwangerschaftsraten zu erhalten.


Eizellspende: Die letzte Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch

Eizellspende: Die letzte Hoffnung bei unerfülltem Kinderwunsch

„Alle meine Patienten zweifeln an einer Eizellspende bis sie ihr Baby in den Armen halten. Dann geben sie allerdings zu, dass es die beste Entscheidung war, die sie in ihrem Leben getroffen haben“

Mit über 40 mit eigenen Eizellen schwanger zu werden ist äußerst schwierig, denn sowohl die Qualität als auch die Anzahl der Eizellen reduziert sich drastisch ab dem 35. Lebensjahr.

Bei Frauen die mit eigenen Eizellen nicht schwanger werden können, muss dann auf gespendeten Eizellen zurückgegriffen werden, und obwohl die Eizellspende eine in Kinderwunschkliniken häufig angewandte Technik ist, wird sie gesellschaftlich weitgehend nicht akzeptiert, gerade weil Mutter und Kind nicht genetisch verwandt sind.

Zum Thema Eizellspende werden wir Dr. Sergio Rogel, medizinischer Leiter von IVF Spain für spanische Patienten, befragen.

Was ist die Eizellspende?

Wenn eine Frau versucht, schwanger zu werden, müssen zwei Faktoren in Betracht gezogen werden: Anzahl und Qualität der Eizellen. Von diesen zwei Faktoren hängt nämlich größtenteils die Geburt eines gesunden Babys ab.

Fakt ist aber, dass in der Gegenwart Frauen eine Schwangeschaft zu einen späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen – in einigen Fällen ist es dann für eine Schwangerschaft mit eingenen Eizellen zu spät. Aber dank der Reproduktionsmedizin sind wir in der Lage die jungen Eizellen einer Frau aufzubewaren, so dass sie ihre Schwangerschaft vollständig einplannen und bestimmen kann, allerdings greifen wenige Frauen auf diese für viele eher unbekannte Methode zurück.

Heutzutage verfügen grosse Kinderwunschzentren wie IVF SPAIN über die notwendige Technologie, um das Beste jeder einzelnen Eizelle herauszuholen oder gar um deren Qualität während eines Stimmulationszyklus verbessern zu können. Wenn aber das Verhältnis Eizellmenge – Qualität nicht ausreichend ist – sei es aufgrund des Alters oder aufgrund einer Krankheit – dann reduziert sich die Warscheinlichkeit der Geburt eines gesundes Kindes drastisch. In solchen Fällen ist dann die Eizellspende die beste Option.

Das Ziel der Eizellspende ist, eine ausreichende Anzahl von Eizellen von guter Qualität von einer Spenderin zu erhalten, so dass Embryonen erzeugt werden können, die höchstwarscheinlich zu einer Schwangerschaft führen können.

Wie werden die Spenderinnen ausgewählt?

Die Auswahl einer Spenderin ist für uns einer der wichtigsten Aspekte.

Bevor eine Frau als Spenderin überhaupt in Frage kommt, müssen körperliche, psychologische und gynäkologische Untersuchungen durchgeführt und überstanden werden, so dass deren Gesundheit, und ferner die Qualität ihrer Eizellen gewährleistet werden kann. Etliche dieser Untersuchungen sind gesetzlich vorgeschrieben und müssen von allen Kliniken durchgeführt werden. In unserer Klinik werden Spenderinnen zusätzlich genetisch und immunologisch getestet, so können wir über 200 Krankheiten feststellen / ausschließen und die Geburt eines gesunden Babys gewährleisten.

Nachdem eine Frau als Spenderin in unserer Klinik angenommen wurde, wird diese so zu sagen auf stand by gehalten, bis eine Patientin ihr angepasst wird. Ein optimales Matching gewährleistet so hervorragende Ergebnisse und hohe Schwangerschaftsraten – eine Behandlung mit gespendeten Eizellen kann die Erfolgsraten einer klassischen IVF Behandlung verdoppeln.

Wie gehen Patienten mit der Sorge um, dass ihr Kind ihnen nicht ähneln könnte?

Diese Sorge hat jeder Patient, der bei uns zum erstan Mal zu Besuch ist. Sie vergeht aber, nachdem dem Patient der gesamte Verlauf und die Grundlage der Genetik erklärt wurde.

Schlussendlich verschwinden alle Vorurteile nach der Geburt ihres Babys, und die Bindung die zu diesen Kindern entsteht ist genauso stark wie bei anderen Familien. In meinem Fall, waren alle meine Patienten hinsichtlich einer Eizellspende sehr skeptisch bis sie ihr Baby in den Armen hielten.


IVF Spain: Wenn Infertilität zur Männersache wird

Wenn Infertilität zur Männersache wird

Der Anteil der Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist beträchtlich.

Die männliche Infertilität gilt als gegeben, wenn nach einem Jahr ungeschütztem Geschlechtsverkehr ohne Empfängnis eines Kindes ein vollständiger Test des Paares zeigt, dass die Ursachen der Unfruchtbarkeit auf den Mann zurückzuführen sind.

Heutzutage ist das, was für Männer immer ein Tabuthema war, normal geworden, da festgestellt wurde, dass der Prozentsatz männlicher Unfruchtbarkeit mit dem der Frauen vergleichbar ist. Trotz der gegenwärtigen Offenheit und der Versuche, das allgemeine Bewusstsein dafür zu schärfen, gibt es immer noch viele falsche Informationen zu diesem Thema.

Laura van OSHeute sprechen wir mit Laura Van Os, Embryologin bei IVF Spain, die uns einen tiefen Einblick in die Welt der männlichen Unfruchtbarkeit und die Lösungen, die die Reproduktionsmedizin bietet, geben wird.

Wie viele Patienten wissen nicht, dass ihr Fruchtbarkeitsproblem ganz oder teilweise am männlichen Partner liegt?

„Der Anteil der Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist beträchtlich. Manchmal kommen Männer in unsere Klinik mit einer Reihe von gescheiterten Zyklen, in denen die Eizellqualität gut zu sein schien. Das lässt vermuten, dass etwas mit dem Sperma nicht stimmt. Wenn die Samenprobe in der Tiefe analysiert wird, stellt sich manchmal heraus, dass es ein molekulares Problem gibt, das ihre Unfruchtbarkeit verursacht.

Das wissen wir auch aus Erfahrung mit Patienten, die sich einer Eizellspende unterziehen. Es gibt viel Spender mit nachgewiesener Fruchtbarkeit, von denen wir sicher sind, dass wir gute Ergebnisse erwarten können. Wenn wir jedoch Eizellen mit diesen vermutlich defekten Samenproben befruchten, können wir feststellen, dass sie wesentlich schlechtere Ergebnisse liefern als erwartet.

Was ist der Unterschied zwischen einer Standard-Samenanalyse und des fortgeschrittenen Spermiogramm, das IVF Spain anbietet?

In einem Standard-Spermiogramm werden die in allen Andrologieeinheiten durchgeführten Basisanalysen auf Konzentration, Motilität und Form der Samenzellen überprüft. Dies gibt uns einen ersten Einblick in die Qualität des Spermas. In einem fortgeschrittenen Spermiogramm gehen wir einen Schritt weiter und überprüfen nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Samenzellen, sondern testen auch die molekularen Eigenschaften des Spermas.

Welche anderen Aspekte des Spermas werden in einer fortgeschrittenen Samenanalyse überprüft?

In einer fortgeschrittenen Samenanalyse wird eine DNA-Fragmentierung durchgeführt und die Apoptose getestet. Dies sind Tests, die durchflusszytometrisch durchgeführt werden. Die DNA-Fragmentierung der Samenzellen misst den Schaden im genetischen Zellkern. Hohe Fragmentierungswerte weisen darauf hin, dass die Fähigkeit der Samenzellen zur erfolgreichen Befruchtung einer Eizelle beeinträchtigt ist. Die Apoptose misst die Vitalität der Samenzellen. In dem Fall, dass ein hoher Prozentsatz von apoptotischen Spermazellen vorhanden ist, müssen diese Zellen aus der Probe entfernt werden, bevor die Befruchtung induziert wird.

Welchen Einfluss hat dies auf eine Schwangerschaft?

Wenn die Ergebnisse der molekularen Tests zeigen, dass die Probe verändert ist, gibt es spezifische Techniken, die wir im Labor anwenden können, um die gesunden Samenzellen, die nicht molekular geschädigt sind, für die Befruchtung auszuwählen und somit die Befruchtungsraten und damit auch das Ergebnis des Zyklus zu verbessern.