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	<title>Eizellspende - Kinderwunsch - Fertility - Infertility - IVF</title>
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	<description>Neuigkeiten und Informationen rund um die Eizellspende und die Kinderwunschbehandlung (IVF), speziell im Ausland</description>
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		<title>aktion leben: Wende in der Debatte zu Eizellspende dringend nötig</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 06:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eizellspende]]></category>
		<category><![CDATA[EGMR]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Urteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Expertinnen der hochkarätig besetzten Tagung zum Thema Eizellspende der aktion leben österreich waren sich einig: Unser Blick muss besonders dem Wohl der Eizellspenderinnen und der Kinder gelten. „Sie sind die Hauptbetroffenen und werden in der öffentlichen Debatte in Österreich in der Regel ausgeblendet“, sagte Dr. Getraude Steindl, Präsidentin von aktion leben österreich, in ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Expertinnen der hochkarätig besetzten Tagung zum Thema Eizellspende der aktion leben österreich waren sich einig: Unser Blick muss besonders dem Wohl der Eizellspenderinnen und der Kinder gelten. „Sie sind die Hauptbetroffenen und werden in der öffentlichen Debatte in Österreich in der Regel ausgeblendet“, sagte Dr. Getraude Steindl, Präsidentin von aktion leben österreich, in ihrer Eröffnungsrede. Die Tagung fand am 17. November 2011 im Österreichischen Genossenschaftsverband in Wien statt.</p>
<p>Geschäftsmodell „Eizellspende“<br />
Dr. Eva Schindele, deutsche Sozialwissenschaftlerin und Journalistin, betonte, dass für die Eizellspenderin der Begriff „Eizell-Lieferantin“ treffender wäre: „Diese Frauen bleiben anonym und unsichtbar, um nach außen eine heile Familienbildung vorzugaukeln.“ Schindele berichtete aus erster Hand über die Situation in Rumänien, Großbritannien, Polen, der Ukraine und Russland. „All diese Puzzleteile ergeben ein Bild aus einem Tabubereich. Die Eizellspende wurde zu einem Geschäftsmodell. Es ist ein richtiger IVF-Tourismus entstanden, begünstigt durch Internet und Billigflieger“, so Schindele.</p>
<p>Marktführer ist Spanien mit ca. 240 Privatkliniken. „Jede Klinik ‚rekrutiert’ eigene Spenderinnen, oft an Universitäten. Sie halten das Image aufrecht, dass Frauen aus Solidarität spenden.“ Die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien habe bewirkt, dass Frauen aus allen Schichten spenden. „Das nutzen die Kliniken für sich und werben damit, keine Wartezeiten zu haben“, so Schindele. Darüber hinaus seien ethisch umstrittene Methoden entstanden, etwa das Eggsharing. „Bei dieser geben Frauen, die sich ohnehin einer IVF unterziehen, einen Teil ihrer Eizellen an eine andere Kinderwunschpatientin, damit sie dafür ihre eigene Behandlung günstiger bekommen.“ Manchmal würden sie dann aber selbst keine Kinder bekommen.</p>
<p>Risiko für Frauen, die selbst keinen Nutzen haben<br />
Die deutsche Medizinsoziologin Dr. Giselind Berg wies ausdrücklich auf die gesundheitlichen Auswirkungen bei der Empfängerin hin. So wurde etwa bei 2.300 untersuchten Entbindungen nach einer Eizellspende bei 22 Prozent Frauen ein stark erhöhter Blutdruck diagnostiziert. Der Durchschnitt liegt bei 7 Prozent.</p>
<p>Berg stellte klar, dass die Risiken einer Eizellspende bei Empfängerin, Spenderin und Kind, z. B. durch Mehrlingsschwangerschaften, Überstimulation oder Frühgeburten, zu wenig kommuniziert werden. Sie fordert eine höhere Aufmerksamkeit, wie man mit der Spenderin umgeht. „Die Eizellspende ist ein Risiko für Frauen, die selbst keinen Nutzen haben.“</p>
<p>Weiters kritisierte sie die bescheidene Anzahl von Studien über die durch medizinisch assistierte Fortpflanzung entstandenen Kinder. „Es besteht geringe Bereitschaft der Eltern, über die Entstehung ihrer Kinder zu sprechen“, so Berg. „Aus der Adoptionsforschung wissen wir aber, dass die Zurückhaltung wichtiger Informationen nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes hat.“ Berg appellierte, viel mehr das Wohl der Kinder und der Spenderin im Auge zu behalten.</p>
<p>Wie viel Tod nehmen wir für ein lebendes Kind in Kauf?<br />
„Geht es eigentlich wirklich um die Kinder?“, fragte die Wiener Kinder- und Jugendärztin Dr. Katharina Kruppa. Kruppa ist überzeugt, dass es einen Unterschied in der Entwicklung von Kindern nach Samen- und Eizellspenden gibt, verglichen mit auf natürlichem Weg gezeugten Kindern. Sie bezieht sich dabei auf neueste Forschungen in der Epigenetik und Neurobiologie, die einen starken Einfluss des Erlebens während der Schwangerschaft bis hin zur Zeugung auf die neurobiologischen Entwicklung des Kindes nachweisen. Die Schwangerschaft mit einem Kind nach IVF werde oft als sehr angstvoll erlebt. Diese Angst wirke sich auf das Kind aus.</p>
<p>Kruppa ging auf ein weiteres Tabu ein: „Was passiert mit befruchteten Eiern, die ‚zu viel’ sind? Wie geht es Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, und deren potentielle Kinder ‚entsorgt’ werden? Wie viel Tod nehmen wir für ein Kind in Kauf?“ Sie forderte auf, hier Trauer zuzulassen.</p>
<p>Aus gesellschaftlicher Sicht regte Kruppa an, die Prioritäten zu überdenken: Einerseits würde mit sehr viel Druck und auch mit dem Risiko kranker Kinder eine forcierte Reproduktionsmedizin vorangetrieben. Andererseits gebe es für die Kinder, die ganz real da sind und die ganz dringend eine gesellschaftliche Verantwortung brauchen würden, viel zu wenig Ressourcen.</p>
<p>Grenzen zwischen Eizellspende und Leihmutterschaft sind fließend<br />
Ulrike Riedel, Staatssekretärin a. D. und Rechtsanwältin aus Berlin, sieht großen Handlungsbedarf bei den Staaten und forderte „eine Grenzziehung in einer Technik, in der fast nichts mehr unmöglich ist. Es spielt eine Rolle, wie die Eizellspende geregelt ist. Hier liegt eine große Wertentscheidung bei den Staaten.“ Sie regte an, langfristig zu denken: „Wird die Eizellspende zugelassen, steht in wenigen Jahren die Diskussion zur Leihmutterschaft ins Haus. Die Grenzen zwischen Eizellspende und Leihmutterschaft sind fließend. Der Druck auf den Gesetzgeber wird steigen.“</p>
<p>Riedel sprach sich klar gegen die anonyme Eizellspende aus. „Das Recht auf Kenntnis der Abstammung ist völkerrechtlich ein Menschenrecht. Der Anspruch der Anonymität der Eizellspende kann dieses Recht nicht einschränken. Wenn die Eizellspenderin das nicht möchte, muss sie auf die Spende verzichten.“</p>
<p>Riedel sieht keinen Anlass in Österreich das Gesetz zu ändern, denn der Tourismus sei auch trotz Erlaubnis im eigenen Land nicht zu unterbinden.</p>
<p>Eizellspende schafft neue Ausbeutungsverhältnisse<br />
Univ.-Prof. Dr. Sigrid Müller, Institutsvorständin am Institut für Moraltheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, fragte, ob Eizellspende wirklich eine Spende ist. „Eine Spende ist etwas, was zur Hilfe einer Person gegeben wird, sie tut dem Spender nicht weh und es gibt keine Gegenleistung. Trifft das bei der Eizellspende zu?“ Für Müller führt die Eizellspende zu neuen Ausbeutungsverhältnissen. „Ein Sklavenmarkt wird geschaffen. “</p>
<p>Müller gab zu bedenken, dass sich Frauen, die Eizellen spenden, immer auch eine Beziehung schaffen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. „Die Empfängerin sollte sich vorher Gedanken machen, welche Konsequenzen dies für ihr Leben, die Partnerschaft und das Kind haben wird.“ Die Moraltheologin stellte auch die Frage nach den Rahmenbedingungen, unter denen Frauen heute Kinder bekommen.</p>
<p>aktion leben oberösterreich erleichtert über Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte<br />
„Durch das Verbot der Eizellspende ist gewährleistet, dass sich Österreich an der Ausbeutung von Frauen nicht beteiligen muss“, so LAbg. Mag. Doris Schulz, Vorsitzende von aktion leben oberösterreich. Denn Eizellen würden hauptsächlich von armen Frauen gespendet. Wer genug Geld hat, setzt sich dem Eingriff selten freiwillig aus, zeigt die Realität in vielen europäischen Ländern. „Mit seiner Entscheidung billigt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (EGMR) den Einzelstaaten Ermessensspielraum in Fragen der künstlichen Fortpflanzung zu“, betont aktion leben Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler. aktion leben brachte im Jänner 2011 eine Drittintervention beim Europäischen Gerichtshof ein. Darin argumentierte die NGO für die Beibehaltung des Verbots der Eizellspende und Samenspende für IVF. Die Große Kammer des EGMR entschied nun in letzter Instanz, dass das Verbot der Eizellspende keine Diskriminierung unfruchtbarer Paare darstelle. „Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat somit anerkannt, dass Eizellspenden nicht nur Paare mit Kinderwunsch betreffen, sondern auch Frauen, die ihre Gesundheit meist aus materieller Not riskieren. Eizellspenden sind nicht harmlos“, sagt Mag. Doris Schulz. „Selbstverständlich ist unerfüllter Kinderwunsch ein schwieriges Thema, für das wir Hilfen bereitstellen müssen. Aber diese Hilfen dürfen nicht auf Kosten anderer Menschen gehen.“</p>
<p><a href="http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&amp;Article_ID=61597" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Schröder will künstliche Befruchtung bezuschussen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 06:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[IVF]]></category>
		<category><![CDATA[künstliche Befruchtung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ungewollt kinderlos ist, könnte bald staatliche Unterstützung erhalten: Nach Plänen der Ministerin soll der Staat die Kosten einer künstlichen Befruchtung mittragen. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) plant staatliche Hilfen für Paare, die mithilfe einer künstlichen Befruchtung ein Kind bekommen möchten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitungunter Berufung auf Pläne der Ministerien. Demnach sollen Bund und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ungewollt kinderlos ist, könnte bald staatliche Unterstützung erhalten: Nach Plänen der Ministerin soll der Staat die Kosten einer künstlichen Befruchtung mittragen.</p>
<p>Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) plant staatliche Hilfen für Paare, die mithilfe einer künstlichen Befruchtung ein Kind bekommen möchten. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitungunter Berufung auf Pläne der Ministerien. Demnach sollen Bund und Länder die Hälfte der Kosten übernehmen, die heute die Paare tragen.</p>
<p>Sie setze sich dafür ein, dass das Programm im April 2012 beginne, sagte Schröder der FAZ. Im Haushalt ihres Ministeriums seien dafür bereits zehn Millionen Euro eingestellt. Allerdings sei der Betrag noch gesperrt, weil über die Finanzierung in der Koalition noch gestritten werde. Vor allem die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, die stellvertretende Generalsekretärin der CSU, Dorothee Bär, opponiere.</p>
<p>Seit 2004 werden die Kosten für eine künstliche Befruchtung nicht mehr vollständig, sondern nur noch zu Hälfte und für die ersten drei Versuche von den Kassen übernommen. Die andere Hälfte und die Kosten für einen vierten, in aller Regel letzten Versuch, müssen die Paare selbst zahlen. Ihr Anteil bei drei Behandlungen liege damit bei bis zu 6.000 Euro, bei vier Versuchen bei bis zu 10.000 Euro, sagte Schröder. Das überfordere viele.</p>
<p>Schröder verwies auf Statistiken, nach denen durch die Halbierung der Förderung die Zahl der Geburten nach künstlicher Befruchtung von etwa 17.000 auf gut 8.000 im Jahr zurückgegangen ist. Deutschland liege im europäischen Vergleich bei künstlichen Befruchtungen im unteren Drittel.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-11/kuenstliche-befruchtung-zuschuss" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Methoden der künstlichen Befruchtung</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 06:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[Eizellspende]]></category>
		<category><![CDATA[ICSI]]></category>
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		<category><![CDATA[In-Vitro-Maturation]]></category>
		<category><![CDATA[Insemination]]></category>
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		<description><![CDATA[Berlin &#8211; Weltweit haben nach Expertenschätzungen zwischen 10 und 20 Prozent der Paare Probleme bei der Fortpflanzung. Medizinern stehen heute mehrere Verfahren zur Verfügung, um zu helfen. Weil die Erfolgsaussichten relativ gering sind, sind pro Paar meistens mehrere Versuche nötig. Bei der künstlichen INSEMINATION wird das aufbereitete Sperma des Mannes zu einem passenden Zeitpunkt direkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin &#8211; Weltweit haben nach Expertenschätzungen zwischen 10 und 20 Prozent der Paare Probleme bei der Fortpflanzung. Medizinern stehen heute mehrere Verfahren zur Verfügung, um zu helfen. Weil die Erfolgsaussichten relativ gering sind, sind pro Paar meistens mehrere Versuche nötig.</p>
<p>Bei der künstlichen <strong>INSEMINATION</strong> wird das aufbereitete Sperma des Mannes zu einem passenden Zeitpunkt direkt in die Gebärmutter der Frau gespritzt, um den Weg zur Eizelle zu verkürzen. Meist werden dafür besonders bewegliche Spermien gewählt. Die Erfolgsaussichten für eine Schwangerschaft liegen bei etwa 5 bis 15 Prozent pro Zyklus. Über die Zahl der so gezeugten Kinder gibt es nach Expertenangaben keine genauen Daten.</p>
<p>Seit der Zeugung des weltweit ersten Retortenbabys Louise Brown 1978 können Ärzte Eizellen auch außerhalb des Körpers befruchten. Diese vom diesjährigen Medizin-Nobelpreisträger Robert Edwards mitentwickelte <strong>IN-VITRO-FERTILISATION</strong> (IVF) benutzen Mediziner bei bestimmten Fruchtbarkeitsproblemen der Frau wie etwa einem Eileiterverschluss. Hierfür wird zunächst mit Hormonpräparaten die Eizellreifung stimuliert. Die gereiften Eizellen werden anschließend abgesaugt, im Labor von den Samenzellen des Mannes befruchtet und der entstehende Embryo in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. In Europa gab es 2006 nach Zahlen der europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin mindestens 117.000 derartige Behandlungen. Etwa jeder dritte so gezeugte und eingepflanzte Embryo führt zu einer Schwangerschaft. Meist werden mehrere Embryonen eingepflanzt.</p>
<p>In einem alternativen Verfahren (<strong>IN-VITRO-MATURATION</strong>; IVM) werden die Eizellen unreif entnommen und reifen im Labor, wodurch der Frau die Hormonbehandlung weitgehend erspart bleibt.</p>
<p>Die neuere <strong>INTRA-CYTOPLASMATISCHE SPERMA-INJEKTION</strong> (ICSI) kommt bei Fruchtbarkeitsproblemen des Mannes zum Einsatz. Der Ablauf ist zunächst derselbe wie bei der IVF, zur Befruchtung wird jedoch eine Samenzelle unter einem Mikroskop direkt in die Eizelle gespritzt. Die ICSI ist nach Zahlen der Mediziner heute deutlich häufiger als die IVF. Die europäische Gesellschaft für Reproduktionsmedizin registrierte für 2006 mindestens 232.000 derartige Behandlungen in Europa. Die Erfolgsaussichten sind demnach ebenso hoch wie bei der IVF.</p>
<p>Bei der in Deutschland verbotenen <strong>EIZELLSPENDE</strong> trägt die Frau Eizellen einer Spenderin aus, die in der Regel vorher im Labor mit dem Samen ihres eigenen Mannes künstlich befruchtet wurden. Die Reproduktionsmediziner registrierten 2006 europaweit mehr als 12.000 solcher Behandlungen.</p>
<p><a href="www.rhein-zeitung.de/nachrichten/wissenschaft_artikel,-Hintergrund-Methoden-der-kuenstlichen-Befruchtung-_arid,145217.html" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Die Freiheit der Entscheidung</title>
		<link>http://www.eizellspende-blog.de/kinderwunsch/die-freiheit-der-entscheidung/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 06:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eizellspende]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Embryonenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Fortpflanzungsmedizingesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Samenspende]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FDP-Abgeordnete Ulrike Flach möchte ein &#8220;Fortpflanzungsmedizingesetz&#8221; auf den Weg bringen. Darin soll unter anderem die Eizellspende erlaubt werden. Die Politik muss die Regeln der umstrittenen Fortpflanzungsmedizin wieder selbst bestimmen. Das fordert die Ethikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach. &#8220;Es kann nicht sein, dass zunehmend in Gerichten entschieden wird, wofür wir Politiker die Verantwortung tragen müssen&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die FDP-Abgeordnete Ulrike Flach möchte ein &#8220;Fortpflanzungsmedizingesetz&#8221; auf den Weg bringen. Darin soll unter anderem die Eizellspende erlaubt werden.</p>
<p>Die Politik muss die Regeln der umstrittenen Fortpflanzungsmedizin wieder selbst bestimmen. Das fordert die Ethikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach. &#8220;Es kann nicht sein, dass zunehmend in Gerichten entschieden wird, wofür wir Politiker die Verantwortung tragen müssen&#8221;, sagt Flach in einem Gespräch mit der taz.</p>
<p>Als Reaktion auf die jüngsten Urteile des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg zu den Grenzen der Stammzellenforschung und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg zur Eizellspende kündigt Flach an, noch in dieser Legislaturperiode eine parlamentarische, nicht an Fraktionsgrenzen gebundene Mehrheit im Bundestag für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz organisieren zu wollen.</p>
<p>&#8220;Ich führe dieser Tage im Parlament mit Kollegen aus allen Fraktionen Gespräche&#8221;, sagt Flach. Anschließend müsse es &#8220;eine Entscheidung der Fraktionsspitzen geben, dass man diese Entscheidung freigibt&#8221;. Flach, die zugleich Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium ist, betont, sie betreibe diesen Vorstoß einzig in ihrer Funktion als FDP-Abgeordnete. &#8220;In der Koalition selbst glaube ich nicht, dass wir insbesondere mit den Kollegen von der CSU auf einen gemeinsamen Nenner kommen.&#8221; Weil es sich &#8220;um ein hoch ethisches Thema&#8221; handele, müsse bei der Entscheidung über ein Fortpflanzungsmedizingesetz in jedem Fall der Fraktionszwang aufgehoben werden. Mit einem gezielten Affront gegen die Union habe das nichts zu tun.</p>
<p>Flach sagt, sie habe die jüngsten Gerichtsurteile von Mitte Oktober und Anfang November &#8220;mit hoher Irritation und Erstaunen&#8221; zur Kenntnis genommen. Mit ihnen war sowohl dem Patentieren von wissenschaftlichen Verfahren, die menschliche embryonale Stammzellen nutzen, als auch der Legalisierung der Eizellspende in verschiedenen europäischen Ländern eine Absage erteilt worden.</p>
<h6>FDP will mehr erlauben</h6>
<p>Flach und viele FDP-Kollegen sprechen sich hingegen in einem Positionspapier dafür aus, in einem Fortpflanzungsmedizingesetz folgende Bereiche künftig bündeln und verbindlich regeln zu wollen: Die Eizellspende, bislang nach dem Embryonenschutzgesetz in Deutschland verboten, soll erlaubt werden. Ebenso die Samenspende von Verstorbenen, außerdem die Leihmutterschaft sowie die Anwendung von reproduktionsmedizinischen Verfahren auch bei Nichtverheirateten, bei eingetragenen Lebenspartnerschaften und Alleinstehenden.</p>
<p>Den Streit um die Auslegung der so genannten &#8220;Dreierregel&#8221; im Embryonenschutzgesetz von 1990, wonach bei einer Befruchtung im Reagenzglas eigentlich alle befruchteten Eizellen &#8211; maximal drei &#8211; in den Mutterleib eingepflanzt werden müssen, will Flach zugunsten der Regel-Kritiker beenden: Weder steigere diese Behandlung nach heutigem Kenntnisstand die Erfolgsrate, noch berücksichtige sie das erhebliche Risiko von Drillingsgeburten angemessen.</p>
<p>Stattdessen erlauben will die FDP den sogenannten elektiven Single-Embryo-Transfer, um Mehrlingsschwangerschaften nach künstlicher Befruchtung und den damit verbundenen Risiken für Mutter und Kinder zu reduzieren. Damit ist ein Verfahren gemeint, bei dem nach In-vitro-Fertilisation (IVF) mehrere Embryonen einige Tage kultiviert werden &#8211; mit dem Ziel, nur einen einzigen, den &#8220;besten&#8221; Embryo auszuwählen, der dann in die Gebärmutter eingesetzt wird.</p>
<p>Grundlage dieser Auswahl ist keine genetische Untersuchung wie bei der Präimplantationsdiagnostik, sondern eine morphologische Analyse, also die Betrachtung des Embryos unter dem Mikroskop. Nach Angaben von Reproduktionsmedizinern geht es nicht darum, bestimmte Eigenschaften zu vermeiden, sondern die allgemeine Entwicklungsfähigkeit des Embryos zu ermitteln.Flach zeigt sich optimistisch, dass ihre Initiative gelingen könnte. Bereits im Streit um die gesetzliche Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) hat die FDP-Politikerin in diesem Sommer als eine der führenden Kräfte gegen den Widerstand großer Teile der Koalition erfolgreich eine vergleichsweise liberale gesetzgebende parlamentarische Mehrheit organisiert.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/FDP-will-neues-Fortpflanzungsgesetz/!82363/" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Seid fruchtbar und mehret Euch!</title>
		<link>http://www.eizellspende-blog.de/kinderwunsch/seid-fruchtbar-und-mehret-euch/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 06:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eizellspende]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[IVF]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwunschbehandlung]]></category>

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		<description><![CDATA[Judentum und Islam haben kaum Vorbehalte gegenüber künstlicher Befruchtung Von Rainer Brandes Bundesfamilienministerin Kristina Schröder möchte die künstliche Befruchtung stärker finanziell fördern. Doch auch aus den Reihen der Union kommt Kritik &#8211; unter anderem, weil die christlichen Kirchen der künstlichen Befruchtung skeptisch gegenüberstehen. Muslime und Juden dagegen haben weniger ethische Bedenken. &#8220;Seid fruchtbar und mehret [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Judentum und Islam haben kaum Vorbehalte gegenüber künstlicher Befruchtung<br />
Von Rainer Brandes<br />
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder möchte die künstliche Befruchtung stärker finanziell fördern. Doch auch aus den Reihen der Union kommt Kritik &#8211; unter anderem, weil die christlichen Kirchen der künstlichen Befruchtung skeptisch gegenüberstehen. Muslime und Juden dagegen haben weniger ethische Bedenken.</p>
<p>&#8220;Seid fruchtbar und mehret euch.&#8221; Dieses göttliche Gebot aus der Schöpfungsgeschichte im 1. Buch Mose ist das erste von 613 Geboten, die ein frommer Jude einhalten soll. Deshalb spielt es im jüdischen Glauben eine zentrale Rolle, sagt Robert Jütte. Der Historiker ist Experte für jüdische Medizinethik am Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart.</p>
<p>&#8220;Die Fortpflanzung ist ein zentrales Element im Judentum und deswegen kommt dem Lebenschaffen ein ganz zentraler Wert zu. Das ist also im Unterschied zu anderen Religionen ein Grundsatz, der im Judentum sehr viele Möglichkeiten schafft, die andere Religionen eben nicht haben.&#8221;</p>
<p>Zu diesen Möglichkeiten gehört auch die künstliche Befruchtung bei Paaren, die auf natürliche Weise keine Kinder bekommen können. Eigene Kinder haben in der jüdischen Gesellschaft einen so hohen Stellenwert, dass es viele Ehepaare als ihre Pflicht betrachten, Nachwuchs zu bekommen. Denn gläubige Juden betrachten sich als das von Gott auserwählte Volk. Und dieses gilt es zu erhalten.</p>
<p>&#8220;Also, der jüdische Mann ist verpflichtet, mindestens zwei Kinder auf die Welt zu bringen. Und insofern ist ein jüdisches Ehepaar unter einem Riesendruck, dieses zu erfüllen &#8211; nicht nur unter einem gesellschaftlichen Druck, auch unter einem religiösen Druck, weil wenn Sie sich das entsprechende Talmud-Traktat anschauen, wo eben gesagt wird, was passiert mit dem Menschen, wenn er schließlich vor Gottes Richterstuhl tritt, dann wird er gefragt, hast du anständig dich benommen, hast du den Schabbat eingehalten und die dritte Frage ist schon: Hast du ein Kind gezeugt?&#8221;</p>
<p>Wer ohne medizinische Hilfe kein Kind zeugen kann, der darf sich durch moderne Technik helfen lassen. Nach allgemeiner jüdischer Auffassung dürfen sich die Menschen aller natürlichen Mittel bedienen, die Gott ihnen gegeben hat &#8211; und dazu gehört auch die Fortpflanzungsmedizin. Ein Argument, das aus christlicher Sicht gegen die künstliche Befruchtung spricht, ist der unbedingte Lebensschutz. Denn bei der Behandlungsmethode werden drei Eizellen befruchtet, die nach deutschem Recht alle eingesetzt werden müssen. In Ausnahmefällen können einzelne befruchtete Eizellen aber eben doch übrig bleiben. Die meisten jüdischen Rabbiner sehen hier allerdings kein ethisches Dilemma. Denn im Judentum herrscht die Auffassung vor, dass menschliches Leben erst im Mutterleib beginnt &#8211; und nicht schon bei der exkorporalen Befruchtung. Selbst im Mutterleib bekommt das Ungeborene nach traditioneller jüdischer Auffassung erst nach einer gewissen Zeit eine menschliche Seele. Noch einmal Robert Jütte:</p>
<p>&#8220;Aristoteles hat die Lehre der schrittweisen Beseelung des Menschen eingeführt, und das hellenistische Judentum hat diese Regelung, nämlich dass ein männlicher Fötus erst nach 40 Tagen eine tierische Seele bekommt &#8211; noch nicht die menschliche Seele, die weiblichen Föten erst nach 80 Tagen &#8211; übernommen. Und diese 80-Tage-Regelung spielt auch heute im Judentum immer noch eine Rolle. Eine Vorstellung, die uns durch das Christentum mehr oder weniger ausgetrieben worden ist.&#8221;</p>
<p>Ähnlich aufgeschlossen gegenüber der künstlichen Befruchtung wie das Judentum ist auch der Islam. Muslimische Geistliche begründen ihre Zustimmung zu der Methode mit einer Ethik des Heilens, erklärt der Islamwissenschaftler Thomas Eich von der Universität Hamburg.</p>
<p>&#8220;Das begründet man letztendlich damit, dass Unfruchtbarkeit als eine Art Krankheit gesehen wird und dass es im Islam prophetische Aussprüche gibt, in denen es heißt, dass es keine Krankheit gibt, für die Gott nicht ein Heilmittel geschaffen habe. Und die Technologie der künstlichen Befruchtung wird eben hier als die Lösung, als das Heilmittel gesehen, mit dem man diese Krankheit bekämpfen kann.&#8221;</p>
<p>Es gibt allerdings wesentliche Unterschiede zwischen dem sunnitischen und dem schiitischen Islam. Die Sunniten erlauben die künstliche Befruchtung grundsätzlich nur unter Ehepartnern. Samen- oder Eizellspenden von fremden Personen sind verboten.</p>
<p>&#8220;Ein Kind, das außerhalb eines solchen Eherahmens gezeugt worden ist, hat keinerlei Verwandtschaftsbeziehungen zu seinem biologischen Erzeuger, also zu dem Vater. Das sunnitische Recht würde das ablehnen. Der andere Punkt ist eben der, dass man im sunnitischen Recht die sogenannte heterologe Insemination &#8211; also die Befruchtung mit Sperma, das von jemand anders als dem Ehepartner stammt -, dass man das als einen Akt der Unzucht sehen würde &#8211; als Ehebruch -, der eben auch sanktioniert ist im islamischen Recht.&#8221;</p>
<p>Im schiitischen Islam gibt es dazu unterschiedliche Auffassungen. Anders als bei den Sunniten haben die Schiiten keine für alle verbindliche Lehrautorität. Stattdessen vertreten die einzelnen Lehrautoritäten &#8211; die sogenannten Ayatollahs &#8211; unterschiedliche Auffassungen. Die Mehrheit der schiitischen Gelehrten lehnt fremde Samenspenden genau wie die Sunniten ab. Es gibt jedoch eine gewichtige Minderheit, zu der auch Ayatollah Chamenei gehört &#8211; das Staatsoberhaupt des Iran.</p>
<p>&#8220;Der erlaubt es mit folgender Begründung: nämlich, dass Kinderlosigkeit in einer Ehe zu Eheproblemen führen kann und dass es eine Möglichkeit gibt, diese Eheprobleme zu verhindern. Und der entscheidende Punkt ist eben der, dass dieser Akt dann nicht mehr als ein Ehebruch gesehen wird, weil man sagt, hier findet ja kein körperlicher Kontakt zwischen dem Samenspender und der Frau statt im Sinne eines Geschlechtsverkehrs, sondern es wird lediglich sein Sperma genommen und dieses eben dann in einem äußerst unerotischen Akt in die Frau gebracht oder beziehungsweise mit ihren Eizellen zusammen gebracht.&#8221;</p>
<p>Dies zeige, dass der schiitische Islam viel stärker als andere Kulturen davon ausgehe, dass Elternschaft nicht biologisch, sondern sozial bestimmt werde. Deshalb haben viele Schiiten auch kein Problem mit Leihmutterschaften oder Eizellspenden, wie sie in Deutschland verboten sind. Dies gibt den Schiiten die Möglichkeit, das Dilemma überzähliger befruchteter Eizellen zu umgehen. Bleiben solche Embryonen von einer Behandlung übrig, kann sich eine andere Frau diese einpflanzen lassen. Experten sprechen von einer Embryonenspende. Noch einmal Thomas Eich:</p>
<p>&#8220;Im schiitischen Islam stellt man sich auf die Position, dass dies ein menschliches Leben eben schon ist, das gegebenenfalls auch zu schützen ist, und es ist sozusagen eine positive Tat, eine Rettungstat, wenn man eine solche befruchtete Eizelle sich einpflanzen lässt.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1639390/" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Weniger Bauch, mehr Kopf</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 06:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist eine Situation, über die man erst nachdenkt, wenn man drinsteckt: Dann, wenn einem der Gynäkologe mit professionellem Bedauern mitteilt, dass es auf natürlichem Wegmit dem Baby nicht klappen wird. Und dass andere Optionen nicht erlaubt sind, zumindest nicht in Österreich. Erst in diesem Moment bekommt das Wort „Eizellspende“ eine reale Bedeutung. Zirka 500 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine Situation, über die man erst nachdenkt, wenn man drinsteckt: Dann, wenn einem der Gynäkologe mit professionellem Bedauern mitteilt, dass es auf natürlichem Wegmit dem Baby nicht klappen wird. Und dass andere Optionen nicht erlaubt sind, zumindest nicht in Österreich. Erst in diesem Moment bekommt das Wort „Eizellspende“ eine reale Bedeutung.</p>
<div>
<p>Zirka 500 Frauen (und ihre Partner) bräuchten Schätzungen zufolge eine Eizelle von einer anderen Frau, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Das Gesetz versperrt diesen Weg – zu Recht, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jüngst festgestellt hat. Wenn man das Urteil genau liest, sagt es jedoch nur, dass das Verbot in den 1990ern – damals kam der Fall vor Gericht – rechtmäßig war. Ausdrücklich weist der EuGH darauf hin, dass sich der europäische Trend seither in eine andere Richtung entwickelt hat.</p>
<p>Das ist aber nicht der einzige Grund, warum man das Thema nicht hurtig vom Tisch wischen sollte. Die Eizellspende steht nämlich pars pro toto für einen notorisch ideenlosen Umgang der Politik mit der Fortpflanzungsmedizin. Eine Politik, die regelmäßig Entscheidungen an Höchstgerichte auslagert. Der lästige Staatsbürger, so scheint das Motto zu lauten, soll sich durch die Instanzen quälen. Erst danach, und nur wenn es wirklich nicht anders geht, wird debattiert.</p>
<p>Dabei ist die aktuelle Gesetzeslage so widersprüchlich, dass es auch ohne Urteile Stoff für Diskussion gibt. Um bei der Eizellspende zu bleiben: Ist es denn logisch, dass Samenspenden (mit Einschränkung) erlaubt sind, Eizellspenden aber nicht, nur weil Samen einfacher zu spenden sind? Und wäre eine Aufspaltung der Mutterrolle in eine genetische und eine gebärende wirklich so schlimm – oder etwa so neu? Eine Adoption spaltet die Rollen ebenso und auch beim Split der Vaterrolle im Fall von Samenspenden sieht man kein Problem. Tatsächlich haben Mütter, die ihr Kind einer Eizellspende zu verdanken haben, durch die Geburt wohl vielleicht sogar eine engere Bindung zu ihm als ein Vater zu einem Kind, das aus einer Samenspende stammt. Überhaupt wird man mit Blick auf das Wohl des Babys sagen müssen: Mehr gewünscht kann ein Kind kaum sein. Immerhin nehmen seine Eltern physisch und psychisch viel in Kauf.</p>
<p>Und auch finanziell. Die Fortpflanzungsmedizin ist ein Geschäft, das merkt man vor allem jenseits der Grenze. In Tschechien und Spanien floriert der sogenannte Befruchtungstourismus. Statt ein rechtliches Modell zu schaffen, das nicht dazu führt, dass Frauen unter wirtschaftlichem Druck ihren Körper ausbeuten, exportiert Österreich sein Problem lieber. Das erspart ethische Unbequemlichkeiten und auch Geld. Denn Befruchtung im Ausland zahlt man natürlich privat, das heißt: Wer es sich eben leisten kann.</p>
<p>Freilich, um Geld geht es bei der staatlichen Trägheit nur am Rande. Der Hauptgrund liegt eher im Menschlich-Diffusen – in der Angst. Denn die Fortpflanzungsmedizin führt uns plakativ vor Augen, dass wir immer mehr Entscheidungen, die uns früher die Natur abnahm, inzwischen selbst treffen könnten. Weshalb manche alles, was Potenzial zum Missbrauch hat, verbieten wollen. Da Missbrauch fast überall möglich ist, kommt man so aber nicht weiter. (Nebenbei gesagt ist diese Haltung nicht ganz unzynisch, weil sie Betroffene unter Generalverdacht stellt). Darüber hinaus hat das Wegschauen für Politiker aber auch konkrete Vorteile. Sie können elegant heiklen, gesellschaftspolitischen Fragen, die hinter den medizinischen stecken, ausweichen. Wie etwa der: Dürfen Eizellspenden ein Weg sein, viel später im Leben einen Kinderwunsch zu realisieren, den man nur wegen der Karriere nach hinten verschoben hat?</p>
<p>Darauf müsste eine kluge Politik Antworten haben. Mehr medizinisches Wissen würde auch nicht schaden. Medizinisch-ethische Probleme werden nämlich auch künftig durch Ignoranz nicht einfach verschwinden. Anders gesagt: Es braucht weniger Bauchgefühl, mehr Kopfarbeit in dieser Sache. Denn nur wenn man weiß, wovor man sich fürchtet, besteht die Chance, echte Risken in den Griff zu bekommen.</p>
<p><a href="http://http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/719596/Weniger-Bauch-mehr-Kopf?_vl_backlink=/home/panorama/oesterreich/index.do" target="_blank">Quelle</a></p>
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		<title>Drei Eltern, keine Krankheit</title>
		<link>http://www.eizellspende-blog.de/kinderwunsch/drei-eltern-keine-krankheit-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Apr 2011 06:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinderwunsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit einem Trick wollen Forscher Erbleiden verhindern. In Deutschland ist die Methode verboten. Sie sind eine Art Staat im Staate: Mitochondrien. Die kleinen Kraftwerke, zu Hunderten in jeder menschlichen Zelle vorhanden, versorgen uns mit Energie. Dafür haben sie ihre eigene Zellmembran und sogar ihr eigenes Erbgut. Fehler in der Sequenz dieses Erbguts können furchtbare Krankheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Trick wollen Forscher Erbleiden verhindern. In Deutschland ist die Methode verboten. </strong></p>
<div>
<p>Sie  sind eine Art Staat im Staate: Mitochondrien. Die kleinen Kraftwerke,  zu Hunderten in jeder menschlichen Zelle vorhanden, versorgen uns mit  Energie. Dafür haben sie ihre eigene Zellmembran und sogar ihr eigenes  Erbgut. Fehler in der Sequenz dieses Erbguts können furchtbare  Krankheiten auslösen. Nun haben Forscher von der Universität Newcastle  erstmals eine neue Methode, die die Vererbung dieser Krankheiten  verhindern könnte, an menschlichen Embryonen getestet.</p>
<p>Die  Wissenschaftler nutzten einen simplen Trick: Indem sie einem Embryo den  Zellkern entnehmen und diesen in eine andere Eizelle transplantieren,  können sie in einem Rutsch die Mitochondrien austauschen.</p>
</div>
<p>Der Zellkern  kommt dann von den eigentlichen Eltern, die Mitochondrien von der  Spenderin der Eizelle. So hat das Kind drei Eltern – und gesunde  Mitochondrien. Dass das grundsätzlich geht, wurde an Affen bereits im  vergangenen September gezeigt.</p>
<p>Nun haben die Forscher um Douglass  Turnbull die Methode erstmals bei menschlichen Embryonen angewendet.  Dafür nutzten sie künstlich befruchtete Eizellen, die wegen einer  Abnormalität nicht für eine Schwangerschaft infrage kamen. Normalerweise  haben Embryonen nach der Befruchtung zwei Zellkerne, einen vom  Spermium, einen von der Eizelle. Die verwendeten Embryonen hatten  stattdessen drei oder nur einen Zellkern. Die Abnormalität macht die  Forschung ethisch weniger bedenklich, spielt für die Studie aber keine  Rolle. Mit einer winzigen Pipette entnahmen die Forscher einem Embryo  zwei seiner drei Zellkerne und schleusten die beiden in eine andere  Eizelle, deren Zellkern vorher entfernt wurde.</p>
<p>Die Forscher  beobachteten die weitere Entwicklung der Embryonen für sechs bis acht  Tage. Etwa ein Fünftel von ihnen entwickelte sich normal weiter bis zum  Acht-Zell-Stadium. Bei Embryonen, die nicht verändert werden, entwickelt  sich etwa ein Drittel bis zu diesem Stadium.</p>
<p>Das Ergebnis zeige,  dass sich Erkrankungen durch mitochondriale Erbgutfehler beim Menschen  so verhindern ließen, schreiben die Forscher im Fachblatt „Nature“  (online vorab). Mindestens jeder Zehntausendste leidet unter einer  solchen Krankheit, schätzen Mediziner. Weil die Mitochondrien für die  Energiegewinnung nötig sind, machen sich diese Krankheiten vor allem bei  den Geweben bemerkbar, die besonders viel Energie brauchen: Gehirn,  Muskeln und Herz. „Viele dieser Kinder lernen nie zu gehen, sind blind  oder leiden an schwerer Epilepsie“, sagt Markus Schuelke-Gerstenfeld,  der an der Charité mitochondriale Erkrankungen erforscht. Es sei sicher  zu früh, die neue Methode zu empfehlen, sagt er. Dennoch: Er habe schon  Paare getroffen, die immer wieder versucht hätten, ein gesundes Kind zu  bekommen, aber jedes Mal seien die Kinder gestorben. „Dies wäre eine  Möglichkeit, diesen Eltern gesunde Kinder zu verschaffen“, sagt er.</p>
<p>Der Münchner Forscher Thomas Klopstock ist skeptischer. In schweren  Fällen, könne so zwar eine sichere Erkrankung des Nachwuchses verhindert  werden, schwer kranke Mütter würden häufig aber ohnehin auf Nachwuchs  verzichten. „Und je milder die Erkrankung beim Nachwuchs voraussichtlich  ist, desto weniger wird man gewillt sein, die zweifellos vorhandenen  Risiken einzugehen“. So sei noch nicht abzusehen, welche langfristigen  Veränderungen im Embryo der Kerntransfer auslösen könnte.</p>
<p>Auch  die britischen Wissenschaftler geben zu, dass weitere Forschung nötig  sei, um die Sicherheit zu beweisen. „Zur Zeit wäre die Methode auch in  Großbritannien verboten“, sagt Alison Murdoch, eine der beteiligten  Forscherinnen. Eine entsprechende Regelung schreibe vor, dass zunächst  Daten über die Sicherheit vorgelegt werden müssten. „Daran arbeiten wir  jetzt. Ich denke aber, dass die Methode in den nächsten Jahren hier in  England erlaubt und eingesetzt wird.“</p>
<p>Selbst wenn die Methode  sich als sicher erweisen sollte, in Deutschland ist sie durch das  Embryonenschutzgesetz gleich mehrfach verboten: Weil dafür eine  Eizellspende nötig ist, weil die Veränderung weitervererbt wird und weil  es sich bei dem entstehenden Embryo um eine Chimäre handelt.</p>
<p>Schuelke-Gerstenfeld sieht hier Diskussionsbedarf: „Es ist natürlich  brisant, dass das jetzt bei menschlichen Embryonen gezeigt wurde. Aber  wir sollten neuen Methoden nicht von vornherein einen Riegel  vorschieben“, sagt er. Und Peter Propping, viele Jahre Mitglied im  Nationalen Ethikrat, hält die neue Methode für ethisch vertretbar.  Vorausgesetzt, sie ist sicher. „Die humangenetische Beratung von  Menschen mit mitochondrialen Erkrankungen ist ungeheuer schwer“, sagt  Propping. Das Problem: Jede Eizelle hat zahlreiche Mitochondrien. Wie  viele davon den Fehler tragen, entscheidet darüber, ob die Krankheit  ausbricht. „Weil man das aber vorher nicht weiß, können Sie einer Frau  im Grunde nur sagen, dass die Wahrscheinlichkeit eines kranken Kindes  irgendwo zwischen null und hundert Prozent liegt.“</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/drei-eltern-keine-krankheit/1791126.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/</a></p>
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		<title>„Wir müssen auch auf das Wohl der Mutter achten“ Mediziner fordert neue Rechtsgrundlage</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 06:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Herr Professor Kentenich, Sie sind selbst Reproduktionsmediziner. Welche Bedeutung hat der Preis aus Ihrer Sicht? Ich kenne Robert Edwards persönlich als netten Menschen und akribischen Wissenschaftler. Trotzdem, als ich das damals gehört habe, habe ich&#8217;s für einen Schwindel gehalten. Aber dann sind seine Arbeiten in der Medizinzeitschrift „Lancet“ erschienen und Edwards konnte schnell weitere Erfolge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><em><strong>Herr Professor Kentenich, Sie sind selbst Reproduktionsmediziner. Welche Bedeutung hat der Preis aus Ihrer Sicht?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich  kenne Robert Edwards persönlich als netten Menschen und akribischen  Wissenschaftler. Trotzdem, als ich das damals gehört habe, habe ich&#8217;s  für einen Schwindel gehalten. Aber dann sind seine Arbeiten in der  Medizinzeitschrift „Lancet“ erschienen und Edwards konnte schnell  weitere Erfolge vorweisen. Man muss vor ihm als Mensch und vor seiner  Leistung wirklich den Hut ziehen. Außerdem ist das ein hoher Preis für  etwas, was in der öffentlichen Debatte immer auch etwas negativ gesehen  wird.</p>
<p>Aber spielt man mit der künstlichen Befruchtung nicht doch Schicksal?</p>
<p>Wir greifen so in die Natur ein, wie wir es ähnlich machen, wenn wir einen Blinddarm entfernen oder Antibiotika geben.</p>
<p>Wie hat sich die künstliche Befruchtung seit damals weiterentwickelt?</p>
<p>Vor über 30 Jahren führte nur ein Prozent der Versuche zur  Schwangerschaft, heute sind es 30 Prozent. Man weiß heute genauer,  welcher Embryo zur Schwangerschaft fähig ist und welcher nicht. In  vielen Ländern kann man die Embryos entsprechend auswählen, mit  entsprechend größeren Erfolgen als in Deutschland, wo das nicht möglich  ist.</p>
<p>Gerade aber hat der Bundesgerichtshof die  Präimplantationsdiagnostik (PID), also die genetische Analyse von  Embryos in der Petrischale, in bestimmten Fällen für rechtens erklärt.</p>
<p>Das Urteil war gut, weil es auf die Frau fokussiert hat. Viele in  Deutschland sehen ausschließlich auf den Embryo und die Frage, ob er  Menschenwürde hat. Aber hier ging es um Schicksale von Frauen, die  Fehlgeburten hatten, genetische Veränderungen in der Familie und ein  hohes Risiko für Schwangerschaft und Kind. Doch dieses Urteil kann noch  nicht mit Leben gefüllt werden. Es wäre sinnvoll, im Einzelfall zu  prüfen, ob eine genetisch bedingte Erkrankung vorliegt. Es geht darum,  der Frau eine Schwangerschaft „auf Probe“ zu ersparen. Der rechtliche  Rahmen für das Urteil ist nicht vorhanden. Deshalb brauchen wir ein  Fortpflanzungsmedizingesetz.</p>
<p>Wie schätzen Sie die Chancen dafür ein?</p>
<p>Vielleicht steigen sie mit dem Nobelpreis.</p>
<p>Welche Probleme gibt es abgesehen von der unklaren Rechtslage bei der PID?</p>
<p>Schwerwiegend ist, dass das Recht in Bezug auf die Auswahl von Embryos  unklar ist. Optimal wäre es, nur diejenigen der Frau zurückzugeben, die  erkennbar zur Schwangerschaft fähig sind. Das ist nach der jetzigen  Rechtslage offenbar nicht möglich. Einmal erzeugte Embryos müssen  verwendet werden, und es werden mehrere Embryos eingesetzt. Das Resultat  sind viel höhere Mehrlingsraten als anderswo. Wir müssen das Wohl der  Mutter im Auge behalten. Es geht nicht ausschließlich darum,  Schwangerschaften zu erzeugen.</p>
<p>Was sollte ein Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin enthalten?</p>
<p>Zum einen die Möglichkeit, geeignete Embryos auszuwählen, zweitens  klare Regelungen zur PID und drittens die Möglichkeit der Eizellspende.</p>
<p>Wie hoch sind die Chancen?</p>
<p>Man kann das an den Reaktionen auf das PID-Urteil ablesen. Von der FDP  gab es positive Stimmen, SPD, CDU/CSU und die Grünen sind gespalten und  sehr zurückhaltend. Man schiebt schwierige ethische Fragen an den Rand,  möchte keine grundsätzliche Debatte über die Schutzwürdigkeit des  Embryos. Aber man vergisst das Notwendige: Wir müssen im Interesse von  Mutter und Kind die Mehrlingsschwangerschaften reduzieren.</p>
<p>Die  Kosten für eine künstliche Befruchtung werden von den gesetzlichen  Krankenkassen seit 2004 nur noch eingeschränkt übernommen. Welche  Konsequenzen hat das?</p>
<p>Die Zahl der Geburten infolge künstlicher  Befruchtung ist seit 2004 von etwa 20 000 auf rund 12 000  zurückgegangen. Die Ursache ist, dass die Kasse statt vier Versuche nur  noch drei bezahlt, und auch das nur zur Hälfte. Das führt zu einer  Zweiklassenmedizin, denn Geringverdiener können sich die Behandlung  nicht leisten. Für den Eigenanteil müssten sie etwa einen  Nettomonatsverdienst pro Versuch hinlegen. Immerhin, in Sachsen und  Sachsen-Anhalt werden Paare aus Steuermitteln unterstützt, die sich die  Behandlung nicht leisten können. Außerdem übernehmen die Kassen nur bei  Ehepaaren einen Teil der Kosten. Gerade in Städten wie Berlin sind viele  Paare nicht verheiratet. Es gibt keinen Hinweis, dass das Kindeswohl  darunter litte.</p>
<p>Das Nobelpreiskomitee sagt, künstlich gezeugte Kinder hätten gesundheitlich keine Nachteile. Stimmt das?</p>
<p>Da kann ich dem Komitee nicht folgen. Kinder, die aus einer künstlichen  Befruchtung hervorgingen, haben statistisch gesehen mehr  Auffälligkeiten, vor allem Fehlbildungen im Bereich der ableitenden  Harnwege, und kommen im Mittel auch früher zur Welt. Vielleicht liegt  das an den Ursachen der Sterilität oder aber an dem Verfahren,  vermutlich an beidem.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen/wir-muessen-auch-auf-das-wohl-der-mutter-achten-mediziner-fordert-neue-rechtsgrundlage/1949222.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/</a></p>
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		<title>Führender Fortpflanzungsmediziner hält Schweizer Gesetz für überholt</title>
		<link>http://www.eizellspende-blog.de/allgemein/fuhrender-fortpflanzungsmediziner-halt-schweizer-gesetz-fur-uberholt/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 06:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gesetz über die Fortpflanzungsmedizin bleibt trotz Reformen eines der restriktivsten in Europa. Viele Paare werden auch künftig ins Ausland reisen. Vor fünf Jahren erteilte das Parlament dem Bundesrat den Auftrag, die Präimplantationsdiagnostik (PID) zuzulassen. Diese Methode ermöglicht es, den durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryo auf Gendefekte zu untersuchen, bevor er der Mutter übertragen wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Gesetz über die Fortpflanzungsmedizin bleibt trotz Reformen eines  der restriktivsten in Europa. Viele Paare werden auch künftig ins  Ausland reisen.</p>
<p>Vor fünf Jahren erteilte das Parlament dem Bundesrat den Auftrag, die  Präimplantationsdiagnostik (PID) zuzulassen. Diese Methode ermöglicht  es, den durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryo auf Gendefekte zu  untersuchen, bevor er der Mutter übertragen wird. Doch der Bundesrat tut  sich schwer mit dem Auftrag. Ein unter Pascal Couchepin ausgearbeiteter  Vorschlag fiel wegen ethischer Bedenken so restriktiv aus, dass er in  der Vernehmlassung durchfiel.</p>
<p>Couchepins Nachfolger Didier  Burkhalter wird in der ersten Hälfte dieses Jahres eine neue Vorlage  präsentieren. Aber auch sie wird restriktiv sein: Das genetische  Auswahlverfahren soll nur erlaubt sein, wenn in der Familie eine schwere  Erbkrankheit vorhanden ist, die auf das Kind übertragen werden kann.  Dann will der Bundesrat erlauben, dass in vitro mehr als drei Embryonen  hergestellt und jene ausgesucht werden, die ohne Gendefekt sind.</p>
<p><strong>Maximal drei Embryonen</strong></p>
<p>In  allen übrigen Fällen soll weiterhin die Dreier-Regel gelten: Es dürfen  maximal drei Embryonen im Reagenzglas produziert werden. Diese müssen  der Mutter im nächsten Zyklus übertragen werden, und der Arzt darf sie  nicht zur späteren Verwendung einfrieren. Die PID darf auch nicht  genutzt werden, um routinemässig nach Gendefekten zu suchen.</p>
<p>Bruno  Imthurn, Direktor der Klinik für Reproduktions-Endokrinologie am  Zürcher Uni-Spital, stört sich am zaghaften Vorgehen des Bundesrates.  Die gesetzlichen Vorgaben der Schweiz entsprächen schon seit Jahren  nicht mehr dem Stand der Fortpflanzungsmedizin. Imthurn hält nicht nur  das Verbot der PID für überholt, sondern auch die Vorgabe, dass nur so  viele Embryonen hergestellt werden dürfen, wie der Frau auf einmal  übertragen werden können. Ebenfalls hinderlich sei das Einfrierverbot  für Embryonen. Dieses führe dazu, dass der Frau in der Schweiz meist  zwei Embryonen auf einmal eingepflanzt würden, was die  Wahrscheinlichkeit von Mehrlingsschwangerschaften erhöhe. In der Schweiz  führt laut Imthurn die künstliche Befruchtung in 18 Prozent der Fälle  zu Zwillingen, in Schweden seien es nur 5 Prozent.</p>
<p><strong>Kliniken werben in der Schweiz</strong></p>
<p>In  Ländern mit einer liberaleren Regelung wie Schweden werden bis zu 10  Embryonen hergestellt und daraus die vitalsten ausgewählt. Dabei wird  der Frau auf einmal nur eine befruchtete Eizelle eingepflanzt. Die  restlichen Embryonen werden eingefroren und bei einem nächsten Zyklus  verwendet, falls die Behandlung erfolglos war. Die restriktive Regelung  der Schweiz führt dazu, dass viele Paare für verbotene Therapien – etwa  für die PID oder für Eizellspenden-Behandlungen – ins Ausland fahren, um  sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen. «Einige fortpflanzungsmedizinische  Kliniken werben sogar aktiv in der Schweiz», sagt Imthurn.</p>
<p>Er  plädiert dafür, dass Bundesrat und Parlament den grossen Aufwand einer  Verfassungsrevision nicht nur zur Einführung der PID betreiben, sondern  dass auch das Einfrierverbot und die Dreier-Regel fallen. Für Imthurn  ist die restriktive Haltung des Bundesrats unverständlich. Das Volk habe  radikale Verbotsinitiativen stets abgelehnt. So verwarf der Souverän  die Initiative für eine menschenwürdige Fortpflanzung, die die  künstliche Befruchtung verbieten wollte. Unter dem Eindruck dieser  Initiative gestaltete das Parlament vor zehn Jahren das  Fortpflanzungsmedizingesetz so restriktiv. Das Volk lehnte jedoch nicht  nur diese Initiative ab, sondern erlaubte einige Jahre später auch die  Stammzellenforschung mit überzähligen Embryonen.</p>
<p><strong>Abtreibungen könnten verhindert werden</strong></p>
<p>Auch  Ständerat Felix Gutzwiller (FDP, ZH), der 2004 den Anstoss zur  Einführung der PID gab, ärgert sich über das schleppende Reformtempo.  «Die heutige Situation ist eine Zumutung für Paare, deren Kinderwunsch  nur mit einer In-vitro-Fertilisation erfüllt werden kann.» So seien  Gentests am Embryo während der Schwangerschaft erlaubt  (Pränataldiagnostik), nicht aber an dreitägigen Embryonen vor der  Einpflanzung. Damit mute man Eltern zu, im Falle eines Gendefekts in der  11. Schwangerschaftswoche oder noch später über eine Abtreibung zu  entscheiden, die durch die PID verhindert werden könnte. «Für die Paare  ist eine Abtreibung eine Katastrophe, weil es sich ja um Wunschkinder  handelt», bestätigt Imthurn. Pro Jahr liessen sich 100 bis 200 Paare aus  der Schweiz in Spanien oder Belgien behandeln, weil dort die PID  zugelassen ist.</p>
<p>Frühestens in fünf Jahren</p>
<p>An diesem Dilemma  wird sich noch mehrere Jahre nichts ändern. Denn bis zur PID-Zulassung  dürfte es 2015 werden, da die Verfassungsänderung vors Volk muss. In der  Ratsdebatte dürfte der Graben quer durch die Parteien gehen. Ethische  Bedenken gegen die genetische Selektion gibt es vor allem in der CVP  sowie bei SP und Grünen. Nationalrätin Brigitte Häberli (TG) war 2005  CVP-Fraktionssprecherin und gegen Gutzwillers Vorstoss. Die Bedenken,  dass Menschen nach einer Wunschliste hergestellt würden, habe sie heute  noch, sagt Häberli. Sie verstehe aber den Wunsch von Eltern, schwere  Erbschäden verhindern zu wollen. «Ich bin bereit zur Diskussion. Aber  ich erwarte vom Bundesrat eine restriktive PID-Vorlage.»</p>
<p>Quelle: <a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Fuehrender-Fortpflanzungsmediziner-haelt-Schweizer-Gesetz-fuer-ueberholt/story/19681337" target="_blank">http://bazonline.ch/</a></p>
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		<title>Das Milliardengeschäft mit dem Kinderwunsch</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 06:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
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		<category><![CDATA[In-Vitro-Fertilisation]]></category>
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		<category><![CDATA[künstliche Befruchtung]]></category>
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		<description><![CDATA[Nicht nur Nicole Kidman oder Elton John machen es: Millionen Paare verwirklichen ihren Traum vom eigenen Baby mit Hilfe von künstlicher Befruchtung oder sogar Leihmüttern. Die Reproduktionsindustrie verdient damit Milliarden. Das Geschäft mit dem menschlichen Embryo hat begonnen. Die Natur gibt sich nicht kampflos geschlagen. Durch einen Saugmechanismus an der Flucht gehindert, dehnt sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Nicole Kidman oder Elton John machen es: Millionen Paare  verwirklichen ihren Traum vom eigenen Baby mit Hilfe von künstlicher  Befruchtung oder sogar Leihmüttern. Die Reproduktionsindustrie verdient  damit Milliarden. Das Geschäft mit dem menschlichen Embryo hat begonnen.</p>
<p>Die Natur gibt sich nicht kampflos geschlagen. Durch einen  Saugmechanismus an der Flucht gehindert, dehnt sich die Eizelle bis zum  Äußersten, um die winzige Spritze abzuwehren. Sie greift sogar zu einer  List: Der Eindringling wähnt sich schon am Ziel, die Haut der Zelle  scheint durchbrochen. Sie hat sich aber schlicht um die Spritze gelegt.  Der Angreifer muss noch einmal ausholen, bis die Eizelle ihren  Widerstand aufgibt – und das ihr aufgedrängte Spermium in sich aufnimmt.</p>
<p>Der Schöpfungsakt in der Petrischale, er ist vollbracht.</p>
<p>Ein  Akt, der sich jeden Tag in den Laboren wiederholt. Wissenschaftler auf  der ganzen Welt produzieren pro Jahr Hunderttausende menschliche  Embryonen – und damit den Rohstoff für eine ganz spezielle Branche: die  Industrie rund um das ungeborene Leben. Etwa vier Millionen Babys hat  diese Industrie bereits zur Welt gebracht, seit Louise Brown am 25. Juli  1978 in Großbritannien geboren wurde – das erste künstlich gezeugte  Kind. Allein in Deutschland waren es 2009 rund 8 000 Babys.</p>
<p>Kliniken,  Labore und Pharmakonzerne setzen mit dem Elternglück viel Geld um, den  US-Markt beziffern die Experten von Marketdata Enterprises auf etwa vier  Milliarden Dollar. Es ist eine lukrative Industrie – viele Menschen  sind bereit, für ihren Kinderwunsch jeden Betrag zu bezahlen, den sie  aufbringen können. Und es ist eine stille Industrie: Kaum jemand, der  ihre Dienste in Anspruch nimmt, spricht darüber. Nur ganz selten wird es  laut, etwa wenn Prominente wie die Schauspielerin Nicole Kidman oder  der 63-jährige Popstar Elton John mit ihren Babys vor die Kameras  treten, die von Leihmüttern zur Welt gebracht wurden.</p>
<p><strong>In Deutschland sind laut einer Studie rund 1,4 Millionen Paare ungewollt kinderlos</strong></p>
<p>Die  Angebotspalette der Branche reicht von der Befruchtung im Reagenzglas  über die Eizellspende bis hin zur Leihmutterschaft. An Kundschaft  mangelt es nicht: In Deutschland sind laut einer Studie rund 1,4  Millionen Paare ungewollt kinderlos. Viele von ihnen sind bereit, die  finanziellen Belastungen einer künstlichen Befruchtung auf sich zu  nehmen – und diese sind beträchtlich.</p>
<p>Rund 3 000 Euro kostet eine  Behandlung, doch damit ist es oft nicht getan: Selbst bei jungen Frauen  liegen die Erfolgschancen unter 40 Prozent, ab 35 Jahren sinken sie  rasant weiter. Jan-Steffen Krüssel, Leiter des Kinderwunschzentrums der  Uniklinik Düsseldorf, hat schon eine Patientin betreut, die nicht  weniger als 16 Anläufe unternahm, bis sie ihr ersehntes Baby im Arm  halten durfte.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/medizin/das-milliardengeschaeft-mit-dem-kinderwunsch/3768678.html" target="_blank">http://www.handelsblatt.com/</a></p>
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