Das Nein, das die deutschen katholischen wie evangelischen Bischöfe in ihren Weihnachtspredigten zur Präimplantationsdiagnostik (PID) gesagt haben, fällt längst nicht so eindeutig aus, wie es auf den ersten Blick erscheint. So hat sich der neue EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider gleich nach seiner Wahl im November für eine neuerliche Diskussion ausgesprochen, nachdem seine Kirche die PID letztmals 2003 abgelehnt hat. Dabei hat er etwa Eltern mit schweren Erbkrankheiten im Blick, die sich ihren Kinderwunsch erfüllen möchten.

Diesem Ja zum Leben steht ein anderes Ja zum Leben entgegen: Letzteres soll in erster Linie die Embryonen schützen, denen nach der Geburt – möglicherweise – schwere gesundheitliche Schäden drohen. Andere Kirchenvertreter wenden sich gegen die Überproduktion von Embryonen, die schließlich vernichtet werden.

Diese Diskussion in den Kirchen ist unabdingbar, denn wer sonst soll Fragen von Leben und Tod ethisch ausloten und der Medizin moralische Grenzen setzen? Maß-stäbe, für die viele Bundestagsabgeordnete dankbar sein dürften, denn am Ende entscheiden sie nach ihrem Gewissen über die PID.

Quelle: http://www.morgenweb.de/

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