Eizellspende – Kinderwunsch – Fertility – IVF – News

Neuigkeiten und Informationen rund um die Eizellspende und die Kinderwunschbehandlung (IVF, ICSI) speziell im Ausland

Die meisten Paare trifft es völlig unerwartet. Da hat man jahrelang peinlichst genau verhütet, die Pille geschluckt oder sich wegen eines geplatzten Kondoms tagelang den Kopf zerbrochen – nur um dann festzustellen: Wenn man es darauf anlegt, ist schwanger werden gar nicht so einfach. Und in manchen Fällen scheint der Klapperstorch leider regelrecht Betriebspause zu haben. Schätzungen zufolge ist in Deutschland mittlerweile jedes siebte Paar ungewollt kinderlos. Insgesamt sind das in Deutschland etwa zwei Millionen Paare, weltweit sogar 400 Millionen – Tendenz steigend.

Umweltgifte schaden Fruchtbarkeit

Was dabei die wenigsten wissen: Die Gründe für die Unfruchtbarkeit liegen statistisch zu gleichen Anteilen bei Mann und Frau. Bei den Frauen ist es meist ein Hormon- oder Eileiterproblem, bei den Männern eine schlechte Spermienqualität. Als Ursachen hierfür werden, so Prof. Wolfgang Würfel vom Kinderwunsch-Centrum München, “in zunehmendem Maße Insektizide und Pestizide, also Umweltschadstoffe, diskutiert“. Andere Forscher, wie etwa Susan Duty und Russ Hauser von der Harvard School of Public Health, halten Weichmacher – die so genannten Phthalate – für die Schuldigen.

Jeder Fünfte ist betroffen

Duty und Hauser untersuchten Urin und Spermien von 168 unfruchtbaren Männern. Das Ergebnis: Je mehr Phthalat-Abbauprodukte sie im Urin fanden, desto geringer war die Spermienkonzentration. Außerdem bewegten sich die Samen langsamer und ihre Erbsubstanz war geschädigt. Das Vertrackte daran: Es ist so gut wie unmöglich, sich vor Weichmachern zu schützen. Sie sind unter anderem in Cremes, After Shaves, Shampoos aber auch Plastik, Klebstoffen und Lacken enthalten. Mit niederschmetternden Folgen. Eine unlängst publizierte Studie bei Bundeswehrsoldaten zwischen 20 und 25 Jahren hat gezeigt, dass jeder Fünfte eine eingeschränkte Sperma-Qualität hat.

Per High-Tech zum Wunschkind?

Kein Wunder also, dass heute nicht nur ältere, sondern bereits viele junge Paare Probleme mit der Fruchtbarkeit haben. Und noch weniger verwunderlich, dass Kinderwunsch-Praxen in Deutschland wie die Pilze aus dem Boden schießen. Hier werden die fortpflanzungswilligen Paare dann durch die Mühlen der High-Tech-Medizin gedreht. Angefangen vor der noch relativ harmlosen Insemination, bei der das gereinigte und aufbereitete Sperma direkt in die Gebärmutter gespritzt wird, bis hin zur großen Kunst der Reproduktionsmedizin: der ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion). Dieses Verfahren ermöglicht es auch Männern, deren Sperma zu wenige, zu träge oder gar keine Spermien enthält, ein Kind zu zeugen. Denn für eine ICSI können Spermien sogar direkt aus den Hoden entnommen werden. Das kräftigste Spermium spritzt der Arzt dann direkt in die zuvor der Frau entnommene Eizelle. Entwickeln sich daraus im Reagenzglas (= in vitro) Embryonen, werden diese in die Gebärmutter der Frau eingesetzt – und fertig ist mit ein bisschen Glück das Wunschkind.

Die Risiken von In-Vitro. & Co.

Doch nicht alle Paare sind gewillt, sich derart hoch technisierten Verfahren auszusetzen. Zumal diese nicht nur psychisch, sondern auch physisch eine enorme Belastung darstellen können. Bei In-Vitro-Behandlungen wird zum Beispiel vielfach das Präparat Clomifen eingesetzt, um die Eizellbildung zu stimulieren. Einer aktuellen Studie der kanadischen McMaster-Universität zufolge aber erhöht Clomifen bei längerfristigem Gebrauch das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Wenig erfreulich sind auch die Folgen, welche die Reproduktionsmedizin für die daraus entstehenden Kinder haben kann. Eine Studie der Universitäts-Frauenklinik Lübeck ergab eine um zwei Prozent erhöhte Fehlbildungsrate nach einer ICSI. Viele Ärzte meinen allerdings, dass dies schlicht am durchschnittlich höheren Alter der Eltern liege. Abgesehen davon sind „Frosties“ – so der etwas ironische englische Begriff für In-Vitro entstandene Kinder – bei der Geburt aber auch deutlich leichter als Babys, die nicht im Reagenzglas gezeugt wurden.

Wie die Phytotherapie weiterhelfen kann

Wer solche Risiken nicht in Kauf nehmen möchte, muss aber nicht ohne Hilfe bleiben. Schließlich gibt es Probleme mit dem Kinderkriegen nicht erst seit heute. Nur ist das Wissen über die Vorgänge im Körper heute glücklicherweise weitaus fundierter als in jenen Tagen vor mehr als 2500 Jahren – als die griechischen Ärzte meinten, dass der Samen im Gehirn entstünde.

Viele traditionell als „Frauenkräuter“ bekannte Heilpflanzen können daher heute bei Kinderwunsch noch gezielter eingesetzt werden. Und nicht selten sind sie dabei ebenso wirkungsvoll wie jene „Chemiekeulen“, mit denen die Ärzte so schnell zur Hand sind – nur ohne deren Nebenwirkungen. Voraussetzung ist allerdings, dass keine manifesten physischen Ursachen vorliegen wie etwa verklebte Eileiter. Organische Ursachen sollten daher in einem ersten Schritt immer medizinisch abgeklärt werden.

Wer aber gesund ist und einfach der Fruchtbarkeit ein bisschen auf die Sprünge helfen will, der ist mit folgenden Heilpflanzen gut beraten:

Für die Frau:

Phytotherapie

Übersicht:

  • Mönchspfeffer (Standardisierte Präparate z.B. von 1 A Pharma oder Bionorica, Dosierung: 4 mg Trockenextrakt pro Tag), hier gleich bestellen >>
  • Frauenmantel, als Tee oder Urtinktur (z.B. von Ceres, Dosierung: zweimal täglich 7 Tropfen), hier gleich bestellen >>
  • Tee-Mischungen für die 1. und 2. Zyklushälfte

Mönchspfeffer

Der Geheimtipp, der längst keiner mehr ist – auch naturheilkundlich aufgeschlossene Frauenärzte empfehlen die Früchte des Keuschlammbaumes mittlerweile als sanfte Therapie bei Zyklusproblemen und prämenstruellem Syndrom (PMS). Mönchspfeffer, lateinisch Vitex agnus castus, wächst in mediterranen Ländern und in Asien. Das Extrakt seiner Früchte enthält keine eigenen Phyto-Hormone. Es wirkt aber, wie klinische Studien belegen, ausgleichend auf den weiblichen Hormonhaushalt. Besonders hilfreich ist Mönchspfeffer für Frauen, die eine Gelbkörperschwäche und daher eine zu kurze Lutealphase (2. Zyklushälfte) haben. „Möpf“, wie seine Fans ihn nennen, hat nämlich eine Dopamin anregende Wirkung und drosselt dadurch einen zu hohen Prolaktinspiegel, welcher der Hauptverantwortliche für lästige PMS (Prä Menstruelles Symptom) -Symptome wie Brustspannen oder Depressionen ist. Ein niedriger Prolaktinwert kurbelt dann wiederum die Produktion des Gelbkörperhormons (Progesteron) in den Eierstöcken an – eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen stabilen Zyklus und damit auch für die Fruchtbarkeit. Mönchspfeffer sollte nicht als Tee, sondern immer in Tablettenform eingenommen werden, da die Wirkstoffe aus der Pflanze schlecht löslich sind.

Achtung: Da Mönchspfeffer eine dopaminerge Wirkung besitzt, sollte er nicht bei hormonabhängigen Krankheiten wie Endometriose (eine Gebärmuttererkrankung), Brust-, Gebärmutter- oder Eierstockkrebs und auch nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden! Außerdem sind Wechselwirkungen mit Medikamenten denkbar, die ebenfalls an Dopaminrezeptoren angreifen, wie z.B. bestimmte Antiemetika oder Neuroleptika. Wenn Sie solche Arzneimittel nehmen, so ist vor der Anwendung von Mönchspfeffer der behandelnde Arzt zu befragen.

Frauenmantel

Im Gegensatz zum gut erforschten Mönchspfeffer fehlen hier die Studien. Die Schulmedizin konnte an dem Kraut bisher nicht viel Gutes finden außer einer gewissen Heilwirkung gegen Magen- und Darmbeschwerden. In der Volksheilkunde ist „Alchemilla vulgaris“ dafür fest verankert als traditionelles Heilmittel bei „Frauenleiden“ jeder Art. Im Mittelalter gab es sogar den Glauben, dass ein Bad in Frauenmanteltee die Jungfräulichkeit wiederherstellen könne. Obwohl dies angezweifelt werden muss, soll dem Frauenmantel seine Wirkung nicht abgesprochen werden: Aufgrund seiner Wirkweise nimmt man heute an, dass der Frauenmantel progesteronartige Substanzen enthält. In der Kinderwunschbehandlung lassen sich die besten Wirkungen mit der langfristigen Einnahme von Zubereitungen aus der Frischpflanze erzielen (z.B. frisch gesammeltes Teekraut oder Urtinktur). Die Heilpraktikerin Margret Madejsky, die der Alchemilla sogar ein ganzes Buch gewidmet hat, gibt dem Kraut in puncto Zyklusregulierung sogar den Vorzug gegenüber dem Mönchspfeffer: „Während die Symptome nach Absetzen von Mönchspfeffer-Präparaten oft schon nach kurzer Zeit wiederkehren, harmonisiert Alchemilla die hormonelle Achse dauerhafter und ohne Nebenwirkungen“.

Himbeerblätter

Himbeeren sind nicht nur lecker, sondern auch gut geeignet, um die 1. Zyklushälfte zu unterstützen – vorausgesetzt, man hält sich dabei an die Blätter der „Rubi idaei“. Tee daraus haben nämlich generell eine krampflösende, entspannende Wirkung. Im Rahmen der Kinderwunschbehandlung kann dies zu einer besseren Durchblutung der Gebärmutter und dadurch einen besseren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut führen. Diese muss nämlich mindestens 8 mm dick sein, damit sich etwa 5-7 Tage nach dem Eisprung das befruchtete Ei dort einnisten kann. Zur Anregung von Eizellreifung und Eisprung empfehlen sich in der 1. Zyklushälfte außerdem Beifuß, Salbei und Holunderblüten, am besten als Teemischung wie folgt eingenommen:

Teemischungen zur Harmonisierung des Zyklus

Zyklustee für die 1. Zyklushälfte

  • Himbeerblätter (östrogenähnliche Anteile)
  • Rosmarin (regt die Keimdrüsentätigkeit an, fördert den Eisprung)
  • Beifuß (fördert den Eisprung und die Entschlackung)
  • Holunderblüten (unterstützen das follikelstimulierende Hormon aus der Hirnanhangdrüse)
  • Salbei (östrogenartig)

Jeweils 40 g zu gleichen Teilen mischen lassen. Täglich bis zum Eisprung 2 Tassen trinken. Ca. 1 EL pro Tasse 10 Minuten ziehen lassen.

Zyklustee für 2. Zyklushälfte

  • Frauenmantel (gelbkörperregulierend)
  • Schafgarbe (gestagenartig)
  • Brennnessel (Schlackenabtransport)

Jeweils 40 g zu gleichen Teilen mischen lassen. Täglich bis zum Einsetzen der Regel 2 Tassen trinken. Ca. 1 EL pro Tasse 10 Minuten ziehen lassen.

Homöopathische/anthroposophische Mittel (alle frei verkäuflich in der Apotheke erhältlich)

  • Ovaria Comp. von Wala: in der 1. Zyklushälfte, bei Fruchtbarkeitsstörungen (ovarielle Insuffizienz) und bei Zyklusschwankungen nach der Antibabypille; soll die körpereigene Hormonproduktion anregen und östrogenisierend wirken. ( 3 x 5 Globuli täglich) Achtung Allergiker – enthält Bienenextrakt, nicht nehmen, wenn man auf Bienengift allergisch reagiert!
  • Follikelhormon synth. D 12 von Staufen Pharma: zur Anregung des Eisprungs am 8./10./12. Tag nüchtern morgens 10 Globuli
  • Bryophyllum von Weleda: das Mittel aus der Pflanze mit dem schönen Namen „Keimzumpe“ wird oft in der Frühschwangerschaft gegeben, aber auch zur Einnistung des Embryos in der 2. Zyklushälfte ( täglich 2 Messerspitzen)
  • Phyto L Tropfen von Steierl Pharma: ein Mönchspfeffer, Schöllkraut und Mariendistel enthaltendes Präparat. Es soll einen anregenden Effekt auf die Hirnanhangdrüse haben, welche die Sexualhormone reguliert. (3 x 10 Tropfen täglich)

Quelle: http://www.phytodoc.de/

Ein erhöhtes Prostatakrebs-Risiko besitzen anscheinend unfruchtbare Männer. Das geht aus einer Patientendatenanalyse von 22 562 Männern durch US-Wissenschaftler aus Kalifornien und Washington hervor. Bei den Männern wurde zwischen 1967 und 1998 eine Unfruchtbarkeit festgestellt, 168 von ihnen erkrankten laut dem Fachjournal “Cancer” an Prostatakrebs. Im Vergleich zu zeugungsfähigen Männern besitzen demnach unfruchtbare Geschlechtsgenossen ein 2,6 mal größeres Risiko, Krebs an der Vorsteherdrüse zu entwickeln.

Viele Männer wissen jedoch nichts von ihrer Unfruchtbarkeit. Diese wird meist erst festgestellt, wenn der Kinderwunsch mit der Partnerin nicht in Erfüllung geht. Unfruchtbare Männer sind auch nicht zwangsläufig von einer Erektionsstörung betroffen. Sie können Geschlechtsverkehr haben, aber eben keine Nachkommen zeugen. Dagegen produzieren Männer mit Erektionsstörungen unter Umständen gesunde Spermien, können aber den Akt nicht vollziehen. Davon Betroffene besitzen ein erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod zu erleiden. Diesen Zusammenhang haben vor kurzen deutsche Forscher der Universität des Saarlandes in einer Studie belegt. Demnach haben impotente Männer mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein doppelt so hohes Herzinfarkt- oder Herztodrisiko wie erkrankte Männer ohne Erektionsstörungen. mp/kosi

Quelle: http://umwelt-panorama.de/

Emotional Freedom Techniques sind noch jung und werden von Krankenkassen nicht anerkannt

,,Angst – Stress – Trauma ade!”, ,,Sorgenfrei in Minuten” oder ,,Klopfen kann alles ändern”. Mit Slogans wie diesen werben die Anbieter von Emotional Freedom Techniques (EFT) für ihr therapeutisches Konzept. Übersetzt steht das für ,,Techniken der Emotionalen Freiheit”. Die Methode wurde von dem US-Amerikaner Gary Craig erfunden und findet in Deutschland zunehmend Anhänger – sowohl in der Selbsthilfe als auch in der energetischen Psychotherapie.

EFT benutzt das Meridianmodell der Traditionellen Chinesischen Medizin. ,,Die Grundvorstellung ist, dass es körpereigene Energieströme gibt. Wenn sie blockiert sind, äußert sich das in den unterschiedlichsten Beschwerden”, erklärt Ulrich Görres vom Fachverband der professionellen EFT-AnwenderInnen in Bonn. ,,Um diese zu beheben, müssen die Energieströme beeinflusst werden, indem bestimmte Körperpunkte gereizt werden.” Auf diesen Wirkkonzepten basieren auch die Akupunktur und die Akupressur.

EFT-Erfinder Craig hat zunächst mit einem fertigen Klangprotokoll gearbeitet: Festgelegte Punkte werden nach einem festgelegten Schema mit zwei bis drei Fingern beklopft. ,,Für die Selbstbehandlung ist diese Vorgehensweise natürlich hilfreich”, sagt Gertrud Fahnenbruck, psychologische Psychotherapeutin in Karlsruhe. Doch gibt es mittlerweile unzählige Varianten und Weiterentwicklungen des ursprünglichen Modells. ,,Dabei werden beispielsweise auch Punkte weggelassen. Vieles spricht sogar dafür, dass es nicht immer die Punkte sein müssen, die zum ursprünglichen Klopfprotokoll gehören.”

Aus Sicht von EFT-Coach Görres kann die Technik bei allen möglichen Störungen eingesetzt werden – Behandlungen von Rückenschmerzen könnten genauso unterstützt werden wie die von Kopfschmerzen oder die von unerfülltem Kinderwunsch. ,,Das Hauptanwendungsgebiet sind jedoch spezielle Ängste.”

Das bestätigt Psychotherapeutin Fahnenbruck. ,,Negative, blockierende Gefühle und physiologische Stressreaktionen lassen sich durch Klopfen von Körperpunkten auf eine sehr einfache, effiziente Weise herunterregulieren”, sagt sie. Während der Behandlung lasse sich beobachten, wie sich Atmung und Herzschlag zunächst beschleunigen und Muskeln anspannen. Dann entspanne sich der Patient zusehends. ,,Am deutlichsten funktioniert das bei Angststörungen, vor allem bei eng abgegrenzten Ängsten wie Höhenangst, Flugangst, Zahnarztangst oder Nadelphobie.”

Am Beginn einer Behandlung steht ein ausführliches Vorgespräch. ,,Dann konzentrieren sich Behandler und Patient auf das Problem des Patienten”, erläutert Görres. ,,Wir stehen einander gegenüber. Ich zeige an meinem Körper die Klopfpunkte und bearbeite sie, der Patient vollzieht dies spiegelbildlich nach.”

Allerdings muss sich der Patient bewusst sein: Bei dieser Therapiemethode sind auch psychologische Komponenten beteiligt. ,,Nicht nur bei komplexeren Krankheitsbildern kann es natürlich passieren, dass im Rahmen einer EFT-Behandlung Dinge an die Oberfläche geholt werden, die völlig unvorhersehbar sind”, warnt Fahnenbruck. Genau dieser Aspekt muss bereits bei der Wahl des Therapeuten bedacht werden. ,,EFT wird hauptsächlich von Heilpraktikern, aber auch von vielen Pädagogen und Psychologen angeboten”, sagt Görres.

Nur: ,,In Deutschland gibt es keinerlei anerkannte Ausbildungsverordnung oder Prüfsiegel für Anwender dieser Methode. Deshalb ist es für Patienten sehr schwer, einen qualifizieren Behandler zu finden”, schränkt Bodo Liecker, Mediziner bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg, ein. ,,Da diese Methode vor allem zur Behandlung psychischer Beschwerden angewandt wird, sollte man darauf achten, dass der Behandelnde fundierte psychologische oder psychotherapeutische Kenntnisse und Erfahrungen hat.” Ein Zugang zu diesen sind die Psychologenkammern der Länder : Viele von ihnen vergeben Fortbildungspunkte für Mitglieder, die an EFT-Seminaren teilgenommen haben. Auch über die Internetseite des EFT-Fachverbandes sind Coaches zu finden.

Eine Sitzung ist Therapieeinheit und Anleitung zur Selbstbehandlung in einem. Sie dauert bei Ulrich Görres eine Stunde und kostet 60 Euro. Die muss der Patient selbst übernehmen, EFT ist bislang keine Kassenleistung. ,,Während es zur Akupunktur und ihrer positiven Wirkung mittlerweile fundierte Studien gibt, ist die Studienlage zu EFT – wie zu Akupressur – dagegen schwach: Es gibt nur wenige aussagekräftige Studien”, begründet TK-Mediziner Liecker das.

Quelle: http://www.echo-online.de/

Nachwuchs Die Reproduktionsmedizin bietet ungewollt kinderlosen Paaren gute Chancen. Doch der künstliche Weg zum Wunschkind kann lang und belastend sein. Eine heute 45-jährige Stuttgarterin hat nie resigniert und ist Mutter von Zwillingen geworden. Von Katharina Scholz
Petra Fauser lehnt sich zurück, öffnet die Beine. Frauenarzt Andreas Ott soll das tun, was ihr Mann nicht schafft: ihr ein Kind machen. Der Weg zum Wunschkind hat sie bereits einiges gekostet. Mehrere Tausend Euro, eine Fehlgeburt, Dutzende Stunden auf einem dieser Stühle. Und nun liegt Petra Fauser, die in Wirklichkeit anders heißt, ein weiteres Mal breitbeinig da und beobachtet durch ein Fenster, was in dem Labor nebenan geschieht. Dort holt die Laborleiterin Simone Creamer drei Embryonen aus dem Wärmeschrank und stellt sie unter das Mikroskop. Zellhaufen in einer Petrischale. Vor fünf Tagen künstlich befruchtet. Die Laborleiterin hat mit einer Injektionsnadel ein Spermium in Petra Fausers Eizelle gespritzt. Allein hätte es den Weg nicht geschafft.

Zwei Embryonen schwimmen jetzt in der Nährlösung. Anfangs waren es noch fünf befruchtete Eizellen. Simone Creamer hat bereits ausgewählt. Nach Augenmaß. Die, die sich nach einigen Zellteilungen nicht weiterentwickelt haben – also die, die nicht lebensfähig gewesen wären, hat sie schon “verworfen”, wie es in der Sprache der Reproduktionsärzte heißt. Weggekippt könnte man auch sagen.

Petra Fauser sieht auf einem Monitor, was unter dem Mikroskop geschieht. Die Biologin saugt die beiden Embryonen in einen langen dünnen Schlauch, den sie in die körperwarme Durchreiche legt. Auf der anderen Seite nimmt ihn Andreas Ott heraus und führt ihn in Petra Fausers Scheide. Ihr Mann steht daneben, hält das Ultraschallgerät auf ihrem Bauch, um dem Arzt den Weg ins Zentrum der Gebärmutter seiner Frau zu zeigen. So hat auch er ein wenig mehr zum Kind beigetragen, als nur einen Becher zu füllen. Die beiden wissen, dass es genau darum geht und lachen darüber. Sie haben genug Kraft, die vielen unangenehmen Prozeduren auf dem Weg zum Wunschkind durchzustehen. Und genug Humor, im entscheidenden Moment ein wenig über den Dingen zu stehen.

Stefan Fauser lacht immer noch, als er einige Tage später in Otts Praxis sitzt und vom Embryonentransfer erzählt. Offen spricht er auch von seinem Spermiogramm, der Untersuchung seines Ejakulats. Zu wenige intakte und bewegliche Spermien sind darin. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum seine Frau auch nach vier Jahren noch nicht schwanger geworden ist. In zwei Wochen wissen sie, ob der dritte Versuch mit einem Embryotransfer geglückt ist. Aber sie wissen schon jetzt: wenn nicht, werden sie weitermachen.

Als ungewollt kinderlos gelten Paare nach zwei Jahren ungeschützten Geschlechtsverkehrs. Jedem siebten Paar geht es so. Etwa die Hälfte sucht Hilfe beim Arzt. Die Nachfrage ist da, der Markt auch. Der Reproduktionsmediziner Andreas Ott sitzt in einem der Sprechzimmer. Schreibtisch, Bürostuhl, Schrank: alles ist nagelneu, helle Farben, viel Licht. Erst im Januar hat der Frauenarzt sein Kinderwunschzentrum in Ludwigsburg eröffnet. Auf seinem Schreibtisch steht ein Ringbuch mit Abbildungen von Eizellen, Samen, Unterleibern. Damit erklärt er, was möglich ist für Paare. Er lehnt sich nach vorne, deutet mit dem Kugelschreiber auf einen fünf Tage alten Embryo. Sein dichter Pony fällt ihm dabei noch tiefer ins Gesicht. Seine Frisur ist vielleicht das Einzige, was nicht so ganz perfekt daherkommt in seiner Praxis.

“Facharzt für Frauenheilkunde” steht auf seinen Krankschreibungen. Der Arbeitgeber seiner Patientinnen muss nicht wissen, dass er sich darauf spezialisiert hat, Kinderwünsche zu erfüllen. Gerne gibt er seinen Patientinnen seine Handynummer. Falls etwas ist am Abend oder am Wochenende. Im Wartezimmer stehen Getränke bereit, auf den Toiletten gibt es Handcreme. Andreas Ott ist einer von denen, die an alles denken. Und einer von den Netten, die immer das Richtige sagen. Sein “Schön, dass Sie da sind” klingt, als meine er es wirklich.

Er hat es wohl einige Male gesagt in den letzten Wochen. “Wir sind fast überrannt worden”, sagt Andreas Ott und lehnt sich in seinem Sessel zurück. Die Paare fügten sich heute nicht mehr in ihr Schicksal. “Sie wissen, dass sie mit den Möglichkeiten der Medizin gute Chancen haben.” Gute Chancen, das bedeute 35 bis 40 Prozent bei jedem Versuch. Ohne seine Hilfe funktioniere es selbst bei einem gesunden Paar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent. Ott ist besser als die Natur.

Die, bei denen es nicht klappt, haben ganz unterschiedliche Probleme. “Bei einem Drittel der Paare, die zu mir kommen, liegt es am Mann”, sagt Andreas Ott. Bei einem Drittel lasse sich die Ursache nicht finden. Und bei einem Drittel liegt es an der Frau. Zu enge Eileiter oder hormonelle Probleme. Hinzu kommt das Alter. Meist ist der Höhepunkt der Fruchtbarkeit bereits mit Mitte zwanzig erreicht, richtig abwärts geht es ab Mitte dreißig.

Manuela Maurer, die ihren richtigen Namen ebenfalls nicht sagen will, ist 38, als sie zu einem Reproduktionsmediziner geht. “Seit ich denken kann, war mir klar, dass ich mal Kinder haben möchte”, sagt sie. Auch in ihrer Ehe schwingt der Wunsch unausgesprochen immer mit. Als sie und ihr Mann ein Haus kaufen, es renovieren, heißt ein Raum im ersten Stock Kinderzimmer. In den Gedanken toben die Kleinen von Anfang an durch das große Haus im kleinen Stuttgarter Vorort. Irgendwann. Nur nicht eben jetzt. Nicht jetzt, da Manuela Maurer selbst noch so jung ist. Nicht jetzt, da die Bankkauffrau neue Aufgaben im Job übernimmt. Im Jahr 2000 wollen sie und ihr Mann das Irgendwann nicht länger aufschieben. Manuela Maurer ist damals Mitte 30. Sie setzt die Pille ab. Ohne Erfolg.

Drei Jahre macht sie alles mit, was die Reproduktionsmedizin zu bieten hat. Und erlebt dabei auch, wie es ist, Teil eines Geschäfts zu sein. Bei den ersten beiden Ärzten hat sie das Gefühl, dass es nicht nur darum geht, den Kinderwunsch zu erfüllen. Rund 3000 Euro kostet es jedes Mal, die Eizellen zu entnehmen, sie künstlich zu befruchten und wieder einzusetzen. Seit der Gesundheitsreform von 2004 bezahlen die Krankenkassen nur noch die Hälfte davon – was zu einem deutlichen Knick in der Geburtenstatistik der Reproduktionsmediziner führte. 10 000 Kinder im Jahr werden durch ihre Hilfe geboren. Vor 2004 waren es noch doppelt so viele.

Fünfzehn künstliche Befruchtungen bedeuten für Manuela Maurer eine Endlosschleife aus Arztbesuchen, Hoffen, Bangen, Warten. Hormonspritzen, die sie sich jeden Abend selbst setzen muss. Punktionen, bei denen unter Vollnarkose durch die Scheide Eizellen entnommen werden. Am Schluss, als Manuela Maurer fast 10 000 Euro ausgegeben hat, macht sie es nur mit lokaler Betäubung, um Geld zu sparen. Danach die künstliche Befruchtung außerhalb des Körpers, Embryonen einsetzen und warten. Nach ein oder zwei Wochen Blutabnehmen. Einen Tag später der Anruf in der Praxis: ist das Schwangerschaftshormon HCG im Blut? Nicht immer kommt sie am Spätnachmittag gleich durch. Und dann wächst die Angst, noch einen weiteren Tag in Ungewissheit verbringen zu müssen.

Wenn das Ergebnis wieder negativ ist, fällt sie in ein Loch. Die viele Zeit, der ganze Stress, die Unsummen Geld: alles umsonst. Währenddessen ist sie wieder einige Monate älter geworden und ihre Chance weiter gesunken. Und dann auch noch der Mann, der sie in den Arm nimmt und den Gedanken ans Aufhören ausspricht. Manuela Maurer will das nicht hören. Sie macht weiter. Beim zweiten Arzt schließlich wird sie schwanger.

Dem Glück folgt die Tragödie. Sie sitzt morgens in ihrem Büro in der Bank, das sie sich mit zwei Männern teilt. Sie spürt, dass ihre Periode einsetzt. Panik. Sie will den Arzt anrufen. Doch sie kann schließlich nicht vor den Kollegen über Blutungen sprechen. Also sagt sie, dass sie kurz weg muss und läuft zu Fuß in die Praxis. 20 Minuten, in denen sie das Baby verliert. Weil es noch so früh in der Schwangerschaft ist, fühlt es sich nicht anders an als eine normale Periode. Aber Manuela Maurer ahnt gleich, dass sie mehr verliert als Blut.

Beim dritten Arzt schafft sie es einmal bis in den zweiten Monat. Doch dann hört die Urlaubsvertretung des Arztes bei einer Untersuchung keine Herztöne mehr und schickt sie ins Krankenhaus. Wieder sitzt Manuela Mauer auf einem dieser Stühle. Doch diesmal wird ihr kein Leben eingespritzt. Diesmal schabt ein Arzt den toten Embryo aus ihr heraus.

Sie macht weiter. Beim fünfzehnten Versuch wird ihr Kinderwunsch erfüllt. Und zwar gleich doppelt. Manuela Maurers Zwillinge sind heute vier Jahre alt. Sie haben auf natürlichem Weg noch zwei Geschwister bekommen. 43 Jahre alt war sie bei der Geburt ihres Jüngsten.

Heute ist Manuela Mauer 45 Jahre. In der Küche, deren Wände man nicht sieht vor lauter Kinderfotos und Kinderzeichnungen, zieht sie ihrem eineinhalbjährigen Sohn Jacke und Handschuhe aus. Ihr Zweieinhalbjähriger will es lieber allein machen. Gerade sind die beiden von einem Spaziergang mit dem Au-pair-Mädchen zurückgekommen. Die Zwillinge sind noch im Kindergarten. “Mein Mann hat oft gesagt, wenn ich nicht so hartnäckig gewesen wäre, hätten wir heute keine Kinder”, sagt Manuela Maurer und sammelt einen Stoffbären vom Fußboden auf.

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/

Researchers from Shanghai Jiao Tong University’s School of Medicine have discovered a male infertility gene.

The discovery of the gene involved with sperm development could lead to new treatments of male infertility and new methods of male contraception.

The research saw the scientists destroy the Kifl8a gene in male mice, which led to poor testicle development and sperm loss, reports Xinhua.

Gu Mingmin from the school’s medical genetics research unit said: “It is the first time in the world that we confirmed the relationship between mutated Kifl8a and sperm development through a mammal animal model…We identified that Kifl8a plays an important role in sperm development. Its improper function can influence chromosomes and result in cell death.”

He revealed that the research group has started to screen infertile men to study the relationship between Kifl8a on infertility in humans.

Gu said: “Various causes can result in male infertility, but 50 percent of the reasons are still unknown,” Gu said. “The discovery of Kifl8a’s role gives us a new direction to study and could bring hope for new solutions in infertility diagnosis, treatment and birth control measures.”

He added that gene therapy would be developed based on the discovery and help men with Kifl8a disorder.

The discovery has appeared in the latest version of Genes and Cancer, a United States-based scientific journal.