Embryonenspende


Embryolab, Griechenland 3

EMBRYOLAB
…auf dieser Reise sind sie in besten Händen

Wir hier bei Embryolab wissen, welche Bedeutung der Wunsch nach einem eigenen Kind hat. Manchmal jedoch gilt es, Hindernisse auf dem Weg zur Erfüllung Ihres Kinderwunsches auszuräumen. Wir sind für Sie da, um Sie Schritt für Schritt dabei zu begleiten, damit Sie baldmöglichst Ihr erhofftes Ziel erreichen.

Bereits seit 2004 ist Embryolab äußerst erfolgreich darin, Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu unterstützen, ihren Traum von der Elternschaft zu verwirklichen. Es ist unser Anliegen, Ihnen die modernsten wissenschaftlichen Behandlungsmethoden auf dem Gebiet der assistierten Reproduktion anzubieten und Ihnen bei jedem Behandlungsschritt zur Seite zu stehen.

Embryolab ist eine in Thessaloniki ansässige Privatklinik, die im Jahre 2004 gegründet wurde. Seit dem ist sie die größte Kinderwunschklinik in Nordgriechenland und eines der modernsten wissenschaftlichen Reproduktionszentren in Europa.

Frau Alexia Chatziparasidou ist die Leiterin des Zentrums. Sie ist klinische Embryologin mit langjähriger Erfahrung in allen Labormethoden, die in der assistierten Reproduktion zur Anwendung gelangen.

Herr Dr. med. Nikos Christoforidis ist der klinische Direktor des Zentrums. Er ist Experte auf dem Gebiet der Erforschung von Fertilitätsstörungen und
der assistierten Reproduktion mit einer Erfahrung von über 15 Jahren.

Die Klinik verfügt sowohl über die ISO-Zertifizierung: ISO 9001: 2008, ISO 15189:2012, als auch über ein internes Qualitätsmanagementsystem um ihrer Verpflichtung zur Qualität, Transparenz und Innovation nachzukommen.

Unsere Leistungen

Wir bei Embryolab decken alle Bereiche ab, die die Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen betreffen und bieten Ihnen umfassende, innovative und vor allem individuelle Behandlungsprogramme an.

UNSERE LEISTUNGEN
Wir im Embryolab decken alle Bereiche ab, die die Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen betreffen und bieten Ihnen umfassende, innovative und vor allem individuelle Behandlungsprogramme an. Unsere Angebote finden Sie im Detail unter: www.embryolab.eu

Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen der Frau
• fehlgeschlagene IVF-Behandlungen
• wiederholte Fehlgeburten
• seltene oder fehlende Regelblutung (Menstruationsstörungen)
• Pathologie der Eileiter
• Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
• vorzeitige Ovarialinsuffizienz
• Endometriose
• Myome

Diagnostik von Fruchtbarkeitsstörungen des Mannes

• Beurteilung des Spermiogramms nach strengen Kriterien
• Samenaufarbeitung für die intrauterine Insemination (IUI)
• Azoospermie
• Entnahme von Hodengewebe durch minimalinvasive Feinnadelpunktion
• Aufbereitung des Hodengewebes
• MICRO-TESE

Assistierte Reproduktion

• Auslösen des Eisprungs
• Intrauterine Insemination
• Klassische In-Vitro-Fertilisation (IVF)
• Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)
• Assisted Hatching
• Kokultivierung mit homologen Zellen der Gebärmutterschleimhaut
• Reifung von Eizellen im Labor (IVM)
• Kultivierung von Blastozysten

Die Klinik bietet je nach Einzelfall einen Embryotransfer im Blastozystenstadium ohne zusätzliche Kosten an.

Spenderprogramme von hohem Standard
• Eizellspende
• Samenspende
• Embryonenspende

Bezüglich der Spendertherapien haben wir hier bei Embryolab eine große und zufriedenstellende Auswahl an Spendern unter 30 Jahren, die zum größten Teil Studenten sind. In Griechenland wird die Anonymität des Spenders durch die Gesetzgebung geschützt. Embryolab stellt Informationen über das Alter der Spenderin und die durchgeführten Screening-Tests  zur Verfügung.

Kryokonservierung von genetischem Material
• Erhalt der Fruchtbarkeit bei der Frau:
Kryokonservierung von Eizellen durch Vitrifikation
• Erhalt der Fruchtbarkeit beim Mann:
Kryokonservierung von Sperma und Hodengewebe
• Kryokonservierung von Embryonen durch Vitrifikation

Spezielle genetische Untersuchungen und andere
Untersuchungen
• Präimplantationsdiagnostik (aCGH-PGS, PGD)
• Fish Spermauntersuchung
• Spezielle Genanalysen und Zytogenetische Analysen
• Bestimmung des Fragmentationsindexes der Spermien (DFI)

Innovationen von Embryolab

Embryolab befindet sich immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Eine Reihe von Innovationen schaffen günstige Voraussetzungen für noch bessere Behandlungserfolge.

Neues Embryokultursystem
Das „Embryoscope“ ist ein spezieller Kultivierungsinkubator mit integrierten Mikrokamaras, welches als das modernste und am besten geeignete Kultivierungssystem für die Embryonalentwicklung gilt. Die Embryologen erhalten mit Hilfe des „Embryoscope“ wertvolle Informationen über die morphologischen Eigenschaften der Embryonen während ihrer Entwicklung und es ermöglicht ihnen die Identifizierung von Embryonen mit der höchstmöglichen Implantationsfähigkeit.

Neue verbesserte Anwendung von ICSI (IMSI)
Der technische Fortschritt auf dem Gebiet der optischen bzw. mikroskopischen Überwachungssysteme erlaubt die effektive Identifizierung der gesündesten Spermien. Werden die beiden Methoden ICSI und IMSI kombiniert, verbessert sich die Fertilisationsrate, die Anzahl der Embryonen, die das Blastozystenstadium erreichen erhöht sich und dadurch erhöht sich auch ganz deutlich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft.

Untersuchung der Funktionsfähigkeit der Gebärmutterschleimhaut (EFT) in Zusammenarbeit mit der Yale-University
Die an der Yale-University entwickelte Methode zur Prüfung der Funktionsfähigkeit des Endometriums hat sich als der effektivste Weg erwiesen, die Aufnahmefähigkeit der Gebärmutterschleimhaut zu bestimmen. Mit Hilfe des EFT (Endometrial Function Test) ist es möglich, Störungen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Verwendung von 4D-Ultraschall zur Überwachung des Eisprungs
Die Verwendung von 4D-Ultraschall mit spezialisierter Software zur Lokalisierung und Messung von Follikeln gestattet es, deren Entwicklung besser einzuschätzen und Behandlungsprogramme präziser anzupassen.

Erhalt der Fruchtbarkeit – Kryokonservierung von Eizellen (Vitrifikation)
Die Kryokonservierung nach dem Vitrifikationsverfahren garantiert hervorragende Überlebensraten von Eizellen nach dem Auftauen.



Das Labor

Unser Labor ist nach strengsten internationalen Standards ausgerichtet. Regelmäßige strenge Kontrollen der Laborbedingungen in Kombination mit einer Laborausstattung, die sich stets am neuesten Stand der Technik orientiert und Nährmedien der neuen Generation gewährleisten, dass Eizellen und Embryonen ideale Voraussetzung für eine optimale Entwicklung vorfinden. Unsere – schon von Anfang an – ausgezeichneten
Erfolgsraten bei Schwangerschaften geben uns Recht.

Die Erfolgsrate 2014 (pro Transfer/Alter)

IVF/ICSI           FERC         EGG/EMBRYO DONATION
<34 Jahre  57%       <34 Jahre  65%      <34 Jahre  67%
35-39 Jahre  44%        35-39 Jahre  49%   35-39 Jahre  65%
>40 Jahre  22%       >40 Jahre  27%      >40 Jahre  62%

Lernen Sie unser Team kennen

Für die Erfüllung Ihres Kinderwunsches setzt sich unser hochqualifiziertes Team aus Gynäkologen, Embryologen, Molekularbiologen und Andrologen ein, welche eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Fertilitätsstörungen und in der Reproduktionsmedizin mitbringen. Unsere Mitarbeiter bilden sich kontinuierlich fort, um Ihnen erstklassige Leistungen zu garantieren.

Unterstützt wird das Team durch spezialisierte Psychologen und Ernährungsberater.
Eine besondere Rolle bei der Schaffung einer vertrauenswürdigen Umgebung spielen ebenfalls unsere Krankenschwestern und Führungskräfte.

Alle unserer Angestellten beherrschen die englische Sprache. Das Sprachportfolio unseres internationalen Teams umfasst die weiteren Sprachen Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Serbisch und Russisch, sodass wir fast alle unsere Besucher in ihrer Muttersprache beraten können.


Crown IVF Centre, Cyprus

Die europäische Fertilitätsassoziation (EFA) ist eine Schwesterorganisation der United Kingdom Cypriot Fertility Association (UKCFA), die 2008 von Frauenärzten in England gegründet wurde, um englischen Paaren einen leichten Zugang zur Eizellspende und Präimplantationsdiagnostik in Nordzypern zu ermöglichen und die Betreuung aus einer Hand zu gewährleisten.

EFA hat es sich zum Anliegen gemacht auch deutschsprachigen Kinderwunschpatienten einen heimatortsnahen Beratungs- und Betreuungsservice für Kinderwunschbehandlungen in der nordzyprischen Klinik “Cyprus IVF Centre” zu ermöglichen und deswegen ein Büro in Venlo, Holland, eröffnet.

Das erste persönliche Gespräch findet in Venlo mit einem deutschsprachigen Kinderwunscharzt statt. Dort beraten wir Sie ausführlich rund um eine Kinderwunschbehandlung bei unserer Partnerklinik Crown IVF Centre. Cyprus.
Die Klinik in Zypern hat sowohl die professionelle Kapazität als auch die legale Möglichkeiten sämtliche Kinderwunschbehandlungen ohne Einschränkungen durchzuführen, einschließlich Eizellspende, Embryonenspende, Samenspende (auch für alleinstehende Frauen und lesbische Paare), sowie die Präimplantationsdiagnostik für verschiedene Indikationen, Blastozystenkultur und das Einfrieren (Vitrifizierung) von Eizellen zur Bewahrung der Fruchtbarkeit.

Kinderwunschpatienten aus dem Rhein-Ruhrgebiet können mit dem Auto oder der Bahn nach kurzer Anreise in Venlo eintreffen. Durch die Anbindung von Venlo an vier Flughäfen im nahen Umkreis ist es aber auch Patienten aus anderen Regionen möglich schnell und einfach zur Sprechstunde zu gelangen.
In Venlo bieten wir einen Beratungs- und Betreuungsservice für Kinderwunschpatienten in Deutsch und Englisch an. Türkischsprachige Patienten können wahlweise in London, Liverpool oder auch direkt in Zypern beraten werden.
Gerne berücksichtigen wir sowohl bei der Beratung als auch der Behandlung Ihre individuelle Problematik, Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse. Während der Vorbereitung für die Behandlung in Zypern werden Sie von dem Frauenarzt betreut, den Sie bereits in Venlo kennengelernt haben. Dieser Arzt wird auch für die Synchronisation mit der Behandlung in unserer Partnerklinik in Zypern sorgen.

Unsere Frauenärzte sind Kinderwunschspezialisten und haben langjährige Erfahrungen mit Kinderwunschbehandlungen im Ausland.

EFA unterstützt Frauen und Paare, die Eizellspende, Samenspende oder Präimplantationsdiagnostik benötigen und ermöglicht einen schnellen Zugang zur Kinderwunschbehandlung.

Haben Sie eine Frage? Fühlen Sie sich frei uns anzurufen oder uns per Email zu kontaktieren.
Jemma Hand
Deutschland
Mobil: +44 (0)7860 439 346
Fon: 0800 186 2119*
*kostenfreie Telefonnr. aus dem deutschen Festnetz

www.eizellspendeimausland.com

Klinikimpressionen


Leben aus dem Labor – Wie weit darf der Mensch gehen?

Auch in Deutschland sollen bald umstrittene Embryonenspenden möglich sein. Nach dem Klon-Erfolg von US-Forschern stellt sich einmal mehr die Frage: Wie weit darf der Mensch gehen? Von Stefanie Roth und Daniel Wirsching

Viele Paare wünschen sich ein eigenes Kind. Doch was, wenn dieser Wunsch nicht Wirklichkeit werden will? Eine Embryonenspende könnte es künftig Frauen, die etwa nach einer Erkrankung keine Eizellen bilden können, auch in Deutschland ermöglichen, selbst ein Kind auf die Welt zu bringen – indem ihnen ein Embryo von einem fremden Paar eingepflanzt wird. Gegen Jahresende soll die ethisch höchst umstrittene Embryonenspende bundesweit möglich sein: In den Kinderwunschzentren laufen die Vorbereitungen.

Was passiert ab jetzt mit eingelagerten Embryonen?

Das hat Hans-Peter Eiden unserer Zeitung erklärt. Eiden ist Geschäftsführer des Berufsverbandes Reproduktionsmedizin Bayern (BRB) sowie von OrgaCare, einem Unternehmen aus Dillingen an der Donau. Das hat sich auf die Übernahme von Geschäftsführungen im Bereich Gesundheitswesen spezialisiert und führt die Geschäfte des BRB. Vor drei Jahren beauftragte der Verband die inzwischen emeritierte Professorin Monika Frommel mit einem juristischen Gutachten zur Embryonenspende. Aus dem Gutachten, auf das sich Eiden nun stützt, geht hervor: Die Embryonenspende ist in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen legal. Sie sei lediglich noch nicht praktiziert worden, weil das Embryonenschutzgesetz jahrzehntelang falsch ausgelegt worden sei. Dem Gesetz zufolge dürfen Embryonen allerdings nicht gezielt für eine Spende hergestellt werden.

Es geht also um die Frage, was mit bereits eingelagerten Embryonen passiert, die ein Paar nach einer Kinderwunschbehandlung nicht mehr benötigt, etwa weil es kein zweites Kind mehr möchte. In solchen Fällen wurden überzählige Embryonen bislang vernichtet. Jetzt soll sie ein Paar zur Spende freigeben können. Mutter eines Kindes ist „die Frau, die es geboren hat“, steht im Bürgerlichen Gesetzbuch. Eizellspende und Leihmutterschaft sind verboten. „Seit 23 Jahren wird die Lüge aufrechterhalten, das Embryonenschutzgesetz sei illiberal“, sagt die Strafrechtlerin Monika Frommel, die unter anderem Mitglied im Beirat der kirchenkritischen Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union ist.

Kein generelles Verbot der Embryonenspende im Gesetz

„Die Rechtslage ist geklärt“, findet Hans-Peter Eiden. Oliver Ewald, ein Sprecher des zuständigen Bundesgesundheitsministeriums, bestätigt schriftlich: „Das Embryonenschutzgesetz vom 13. Dezember 1990 (…) enthält kein generelles Verbot der Embryonenspende.“ In einer „Expertise Reproduktives Reisen“ der Schwangeren- und Sexualberatungsstelle Pro Familia aus dem Jahr 2008 heißt es: „Üblicherweise wird davon ausgegangen, dass die Embryonenspende in Deutschland verboten ist.“ Sie sei aber in Ausnahmefällen möglich, „beispielsweise wenn die Übertragung der Embryonen wegen Todes, Krankheit oder Sinneswandels der Wunschmutter unmöglich sei“. Und weiter: „Bislang wurde in Deutschland jedoch kein Fall bekannt, in dem gespendete Embryonen auf eine Wunschmutter übertragen wurden.“

Der Berufsverband Reproduktionsmedizin hat sich neben Frommel auch an die Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung gewandt. Diese gebe weder eine Handlungsempfehlung noch bezeichne sie die Embryonenspende als verboten, fasst Eiden ein Antwortschreiben zusammen.

Die Kinderwunschpraxis Dr. Hiller, Bauer und Kraus in Augsburg zählt zu den 21 Kinderwunschzentren Bayerns. Im Labor sind bei minus 196 Grad Celsius Spermien und befruchtete Eizellen in flüssigem Stickstoff „kryokonserviert“, das heißt eingefroren und aufbewahrt. „Nicht immer kommt es beim ersten Versuch zu einer Schwangerschaft“, erklärt Dr. Tom Bauer. Darum müsse man der Frau bei einer Kinderwunschbehandlung mehrere Eizellen entnehmen und befruchten, um sie ihr später wieder einzupflanzen. Nach dem Gesetz dürfen einer Frau maximal drei Embryonen innerhalb eines Zyklus übertragen werden. „Es darf nie das Ziel sein, überzählige Embryonen zu bekommen“, sagt er.

Kirchenvertreter sehen wissenschaftlichen Fortschritt mit gemischten Gefühlen

Kirchenvertreter begegnen dem Thema Embryonenspende mit äußerst gemischten Gefühlen. „Im Sinne des Lebensschutzes wäre es sinnvoll, wenn man möglichst vielen Embryonen die Chance auf Leben gibt“, sagt der katholische Prämonstratenser-Pater Joachim Hagel, Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Benediktbeuern. „Die Spende des eigenen Embryos ist für ein Paar aber belastend.“

Michael Grabow, evangelisch-lutherischer Regionalbischof im Kirchenkreis Augsburg und Schwaben, sagt ebenfalls: „Natürlich ist es immer noch besser, wenn ein außerhalb des Mutterleibes entstandener Embryo eine Lebensmöglichkeit bekommt, als vernichtet zu werden.“

Eine Spende könne er sich jedoch prinzipiell nur unter bestimmten Bedingungen vorstellen: Es dürfe „keine Auswahl von Embryonen nach genetischen, äußerlichen oder sozialen Merkmalen geben“. Jegliche Kommerzialisierung müsse ausgeschlossen werden und die Rechte des Kindes auf Information über seine genetischen Eltern müssten gewährleistet und rechtlich klar geregelt sein. „Leider gibt es bereits in anderen Ländern Zentren, die Embryonen gezielt produzieren und kommerziell verwerten“, sagt Grabow.

In Spanien, Tschechien oder Frankreich ist die Embryonenspende erlaubt. Dies führt zu ethisch überaus fragwürdigen Angeboten. Sie richten sich an Paare mit Kinderwunsch aus aller Welt. So wirbt eine russische Reproduktionsklinik mit einer „Reihe von Optionen bei der Embryonenspende, die Ihren Wünschen und Ihrem Geldbeutel angepasst sind“. Es würden etwa Embryonen zur Verfügung gestellt, die „professionelle“ Ei- und Samenzellenspender „direkt an die Klinik gespendet“ hätten. Das Durchschnittsalter der Spenderinnen liege bei 26 Jahren, sie seien „attraktiv“ und „intelligent“. Die Empfängerinnen der Spenden können nach russischem Gesetz, so heißt es auf der Internetseite der Klinik weiter, Frauen sein, „die nicht älter als 51 Jahre sind“. Sie könnten „entweder verheiratet sein, in einer festen Beziehung (heterosexuell oder gleichgeschlechtlich) leben oder aber auch alleinstehend sein“. Eine „Embryonenspende mit frischen Embryonen“ koste 4790 Euro.

Zentrale Datenbank für Embryonenspenden in Dillingen

Hans-Peter Eiden vom Berufsverband Reproduktionsmedizin Bayern betont mit Blick auf Embryonenspenden im Ausland, dass diese in Deutschland als „Non-Profit-Organisation“ abgewickelt sein müssten und unter keinen Umständen in den kommerziellen Bereich abgleiten dürften: Es müssten allein Verwaltungskosten von schätzungsweise 100 bis 150 Euro abgedeckt werden. In Dillingen soll nun eine zentrale Datenbank für Embryonenspenden angelegt werden. „Es sind ganz wenige Embryonen, die bundesweit lagern“, warnt Eiden vor überzogenen Erwartungen von Paaren mit Kinderwunsch. Nach Auskunft von Dr. Ulrich Megerle, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesärztekammer, kommen Verfahrensregeln „demnächst“.

Quelle: www.augsburger-allgemeine.de