Sperma


CREA: Männliche Unfruchtbarkeit ein entscheidender Faktor beim Kinderwunsch

Valencia, 16. März 2015. Einer von 10 Neugeborenen in Spanienwurde mit medizinischer Unterstützung erzeugt. Das bedeutet, dass rund 1 Millionen Paare in unsem Land an Fertilitätsproblemen leiden. Laut Daten aus CREA, Centro Médico de Reproducción Asistida aus Valencia, istdie Ursachefür das Ausbleiben einer Schwangerschaft in 40 Prozent der Fälleauf ein Problem der Fruchtbarkeit des Mannes durch verminderte Samenqualität- einer Pathologie, die immer häufiger in unserem Land auftritt-, zurückzuführen.

In vielen Kliniken wird der Großteil der Studien auf die Frau bezogen, währenddessen sich die Behandlung des männlichen Faktors auf die Untersuchung des Samens beschränkt. Durch die eine oder andere Methode der Assistierten Reproduktion wird der Samen zum Befruchten gebracht, ohne die eigentliche Ursache für die schlechte Qualität zu kennen. In Crea sind wir der Meinung, dass der Mann ebenso wie die Frau untersucht und behandelt werden muss.Eine schlechte Samenqualität kann einSymptom für eine Grunderkrankung mit schwerwiegenden Konsequenzen wie endokrinologische oder genetische Störungen sowie Neoplasien sein, die wir nur dann behandeln können, wenn wir sie untersuchen. Des Weiteren wird uns die Möglichkeit geboten, eine spezielle Behandlung zur Lösung des Problems anzuwenden und somit die Durchführung komplexer Methoden der Assistierten Reproduktion zu vermeiden, so berichtet es Herr Dr. Miguel Ruíz Jorro, Co-Direktor von CREA. Dank der umfassenden Untersuchung beider Partner können sich fast alle in CREA behandelten Paare, bei denen der männliche Faktor die Ursache für die Unfruchtbarkeit ist, letztendlichihren Kinderwunsch erfüllen.

Die Diagnose des männlichen Faktors ist für den Patienten eine einfache Verfahrensweise, die sie sich zum Großteilauf die Untersuchung der Samenqualität, einemgenitalen Ultraschall undBlutabnahme zur Analyse von Hormon- und Genbestimmungen beschränkt. Nach Auswertung aller Testergebnisse in CREA können wir feststellen, ob ergänzende Tests durchgeführt werden sollten, um das Risiko für Generkrankungen auszuschließen und vor allem um die entsprechende Behandlung zu verordnen.

In diesem Zusammenhang wird die dynamische Studie der DNA des Samens erwähnt, für die CREA als Pionier in unserem Land steht. Diese erhöht die Erfolgschancen in der Assistierten Reproduktion. Es werdenjene Samenzellen herausfiltert, die einen Fehler in ihrer Unversehrtheit aufweisen und somit einen wichtigen Faktor für die Verringerung des reproduktiven Potentials der Samenzellen darstellt. Immer häufiger treten Fälle auf, bei denen der Mann eine genetische Störung in der DNA seiner Samenzellen aufweist. Diese führt zu Fehlversuchen bei den Behandlungen der Assistierten Reproduktion und einschließlich repetetiven Aborten. Diese Diagnose bietet uns verschiedene Lösungen, wie das Entnehmen der Samenzellen bevor deren Unversehrtheit der DNA gefährdet ist. Somit erhöhen wir die Möglichkeiten, einen gesunden Embryo mit besserer Implantationsfähigkeit hervorzubringen. Dank der Methode der Anexin-Säulen gelang es uns in CREA, dass sich 60 Prozent der in CREA behandelten Männer mit fragmentierter DNA des Samens ihren Kunderwunsch erfüllen konnten. Die dynamische Auswertung der DNA-Fragmentierung der Samenzellen übermittelt eine weit nützlichere und komplettere Information als eine einzelne und statische Bestimmung.

Herr Dr. Ruíz Jorro besteht auf die Durchführung einer klinischen Auswertung des Mannes. Die Diagnose soll sich nicht nur auf die Samenanalyse beschränken, da die Auswertung einen scheinbar normalen Samen mit einem dennoch hohen Prozentsatz fragmentierter Spermien DNA aufweisen kann. Man muss sich bewusstsein,wie wichtig der männliche Faktor in der Unfruchtbarkeit ist. Wir empfehlen daher die Durchführung einer Samenanalyse bei Männern zwischen dem 15. und 35. Jahrensjahr, da eine verringerte Samenqualität und vor allem eine niedrige Anzahl an Samenzellen in Verbindung mit Problemen der Fertilität aber auch dem erhöhten Risiko einer schwerwiegenden Erkrankung wie Testikelkrebs stehen kann. Eine frühzeitige Diagnose und spezifische Behandlung können wichtige medizinsche Sequenzen verhindern, so wird es von Herrn Dr. Ruíz Jorro bestätigt. Diesbezüglich war CREA weltweit das erste Zentrum, welches die Durchführung der Samenanalyse beim Mann empfahl.

Quelle: www.creavalencia.com


Mädchen oder Junge? Geschlecht selbst bestimmen

Junge oder Mädchen? Wer sich ein Baby wünscht, möchte vor allem, das es gesund ist. Die Schweiz erlaubt nun eine neue Technik, mit der sich das Geschlecht bestimmen lässt.

Das Sperma entscheidet über das Geschlecht eines Kindes. Die Eizelle der Frau trägt in sich immer ein X-Chromosom. Befruchtet eine Samenzelle die Eizelle, dann verschmelzen die beiden entweder zu einer XX- oder XY- Kombination. Es hängt also vom Spermium ab, ob der Nachwuchs ein Junge oder ein Mädchen wird.

Es gibt zahlreiche Tipps, wie man beim Wunschkind gleich das Geschlecht bestimmen kann. Ernährung, Zeitpunkt des Eisprungs oder Stellung beim Sex sollen einen Einfluss darauf haben.

Ab Juli gibt es nun erstmals in der Schweiz eine Technologie, mit dem Namen MicroSort, die eine Geschlechtsauswahl schon vor der Empfängnis ermöglicht. Dabei werden die Spermien eingefärbt und je nach Geschlecht voneinander getrennt. Das sortierte Sperma wird dann bei der künstlichen Befruchtung verwendet.

Die Frage, ob es ein Junge oder ein Mädchen werden soll, ist vor allem bei geschlechtsabhänigen oder geschlechtsbegrenzten genetischen Erkrankungen relevant. Denn über 500 – wie auch Duchenne-Muskeldystrophie und Hämophilie – scheinen primär oder sogar ausschließlich Angehörige eines Geschlechts zu betreffen.

Mit der neuen Methode können Eltern vermeiden, diese genetisch bedingten Erkrankungen an ihre Kinder zu übertragen. Ein weiterer Vorteil ist, laut einer Studie am Universitätsspital Basel, dass die Zahl der zusätzlichen Embryonen, die sonst zur Präimplantationsdiagnostik erforderlich ist, reduziert werden kann.

Schon US-Studien haben gezeigt, dass Patienten, die mithilfe der neuen Technik ein Mädchen bekommen wollten, rund 93 Prozent der schwanger gewordenen Frauen ein weibliches Kind empfangen haben. Bei dem Wunsch nach einem Jungen, waren es fast 85 Prozent.

Quelle: www.merkur-online.de


Neuartiger Spermiencheck bei unerfülltem Kinderwunsch

Erektionsstörungen, unerfüllter Kinderwunsch und Testosteronmangel – Erkenntnisse zur Männergesundheit diskutieren 600 Experten auf dem Europäischen Andrologenkongress in Berlin.

Dabei werden auch neuartige Ansätze vorgestellt, um die fittesten Spermien für eine künstliche Befruchtung auszuwählen. „Wenn eine Samenzelle in eine Eizelle injiziert werden soll, kommt es darauf an, das vitalste Spermium zu finden“, sagte Tagungspräsident Prof. Andreas Meinhardt am Donnerstag auf dem Treffen. Der Kongress geht bis Samstag.

Bislang wurden die Spermien dazu nur unter dem Mikroskop auf ihre Beweglichkeit hin untersucht. Forscher aus Münster haben nun ein Verfahren entwickelt, mit einem Raman-Spektrometer auch die Intaktheit der DNA-Stränge der Samenzelle zu überprüfen. Dazu fixieren sie die quirlige Zelle mit Hilfe mehrerer Laser ohne sie zu schädigen – und injizieren sie anschließend in die Eizelle. „Wenn sich zeigt, dass die Baby-Take-Home-Rate sich durch das neue Verfahren auch nur um wenige Prozent erhöht, dann wird sich das schnell durchsetzen“, glaubt Meinhardt. Derzeit kommt nach etwa 25 Prozent derartiger Spermieninjektionen (ICSI) ein Baby zur Welt.

Auch Hinweise, dass Umwelteinflüsse bereits im Mutterleib beim männlichen Fötus die Gefahr für späteren Hodenkrebs erhöhen können, wurden in Berlin präsentiert. Außerdem ging es um Fettleibigkeit, die bei Männern Testosteronmangel bewirkt – und damit letztlich auch das Herzinfarktrisiko erhöht. „Es besteht ein Zusammenhang zwischen Testosteron und kardiovaskulärer Gesundheit“, betonte Meinhardt.

Quelle: www.stern.de